Rocket Internet Börsenstart ein Desaster (Michael Gredenberg)
02 Oct
Rocket Internet war (neben Alibaba und Zalando) die dritte Firma, die ich hier vor dem IPO analysiert habe und genauso wie bei Zalando war ich auch bei Rocket sehr skeptisch. Siehe Artikel . Heute war der erste Handelstag der Rocket-Aktie und der Start war sehr bescheiden. Obwohl die Medien immer wieder verlautbarten, dass es dermassen viele interessierte Investoren gab, dass beide Aktien (Zalando und Rocket) mehrfach überzeichnet waren, schloss Rocket heute den Handel mit mehr als 13% Minus. (Eröffnungskurs war 42,50, Schlusskurs EUR 36,99) Der grösste IPO in Deutschland seit 2007 kann definitiv nicht als Erfolg gewertet werden. Auch Zalando musste heute erneut Federn lassen und ging mit einem Minus von 14,5% aus dem Handel. Es zahlt sich also immer aus – gerade vor dem IPO &nda... » Weiterlesen
Notenbanken wichtiger als KGV-Sicht (Alois Wögerbauer)
02 Oct
Als langjährig tätiger Börsianer gewinnt man einerseits viel an Erfahrung – und anderseits auch die Gewissheit, dass sich manche Dinge wohl nie ändern werden. Es ist faszinierend zu sehen, dass sich „Anleger“, die sich nicht für einen Kauf von Bayer, Novartis oder IBM entscheiden können, Interesse haben am chinesischen Internetunternehmen und Börsenneuling Alibaba. Aber Börse ist nun einmal das Zusammenspiel aus Fundamentaldaten und Emotionen. Warren Buffett hat dies treffend beschrieben: „Die Tatsache, dass Leute gierig, ängstlich und töricht sind, lässt sich sehr wohl voraussagen. Nicht jedoch in welcher Reihenfolge.“ Börse kann sehr irrational sein – wie dies die Vergangenheit oft belegt. Börse kann abe... » Weiterlesen
Verwundert über Zalando-Sekundärmarktstart (Michael Gredenberg)
02 Oct
Ich hatte gestern bereits über den Start von Zalando an der Frankfurter Börse berichtet. In den ersten Minuten des Handels stieg die Aktie um bis zu 14% und ich war zugegebenermassen sehr verwundert über die Entwicklung. Innerhalb des Handelstages jedoch sackte der Kurs ab und die Aktie sank zeitweise sogar in den negativen Bereich (unter den Ausgabekurs von EUR 21,50) um dann am Ende des Tages mit EUR 21,60 aus dem Handel zu gehen. Ein sehr zärtlicher Gewinn von nur 0,4%. Fraglich ist wie viel die IPO-Banken die gleichzeitig natürlichMarket-Maker sind dazu beigetragen haben, dass der Kursverfallnicht noch schlimmer war. Ich finde den Kursverlauf schon sehr auffällig – ganz knapp am Ausgabekurs entlang… Spannend wird jedenfalls auch der heutige IPO von Rock... » Weiterlesen
Thema Millionärssteuer (Wilhelm Rasinger)
01 Oct
Das Thema Millionärssteuer wird von den Initiatoren einerseits sehr populistisch, anderseits sehr naiv behandelt. Denn jene Millionäre, die über einen Reichtum im hohen zwei bis dreistelligen Millionenbetrag und mehr verfügen, können über die Ideen der Befürworter nur milde lächeln. Das Geld ist in der Landwirtschaft im Inland (vorzugsweise Wein) und im Ausland veranlagt; es wurden teure Yachten und Privatflieger angeschafft, die allerwenigstens sind in Österreich registriert; es wurde über SPV (special purpose vehicles) in sündteure Immobilien auf der ganzen Welt investiert. Die turbulenten Entwicklungen auf dem Kunstmarkt mit gigantischen Höchstpreisen für bekannte Namen zeigen, wohin (fast immer anonym) unvorstellbare hohe Summen flie&sz... » Weiterlesen
Political Correctness als massiver Arbeitsplatzkiller? (Gregor Rosinger)
01 Oct
Im Wirtschaftsblatt von heute (01.10.2014) kann unter Euro-Industrie wächst nur noch minimal – "Die Preise fallen erstmals seit über einem Jahr" jeder der es hören oder auch nicht hören will nachlesen, dass sich Europa in einer Wachstumskrise befindet und sich diese nunmehr auch auf Kernländer der Eurozone ausbreitet. http: wirtschaftsblatt.at home nachrichten europa 3878817 EuroIndustrie-waechst-nur-noch-minimal-Die-Preise-fallen-erstmals?xtor=CS1-15 Über die Ursachen kann viel diskutiert werden, folgendes ist aber Faktum: bei vielen Produktkategorien ist eine Marktsättigung eingetreten, Technologiesprünge mit Ursprung in Europa sind selten oder fehlen gänzlich bzw. kommen aus anderen Währungszonen Kontinenten, wodurch in Europa nur mehr... » Weiterlesen
31.07.24
global market. 7 Monate 2024 sind vorbei und die Wiener Börse hat in diesen sieben Monaten mehr Handelsvolumina verbuchen können als in den ersten 7 Monaten 2023, der Zuwachs ist im einstelligen Prozentbereich, aber immerhin. Auch im früher stark promoteten global market ist es erstmals seit Jahren wieder etwas nach oben gegangen, im Gesamtjahr 2021 lag dort das Jahresvolumen noch bei 5,5 Mrd. (das ist ca. ein Monatsumsatz im Prime Market), 2022 waren es nur noch 1,3 Mrd.. und 2023 gab es sogar den Fall unter die Mrd. Euro. In den ersten sieben Monaten 2024 ist es wieder leicht nach oben gegangen, ob die Mrd. End of Year wieder erreicht werden kann, ist aber unklar. Es gibt zwar im global market günstige Konditionen, aber die Broker stellen Wien bei den internationalen Aktien nicht so in die Pole Position und die Markttiefe könnte natürlich ebenfalls besser sein. Keine einfache Aufgabe, diese wichtigste Aktienfacette im Vienna MTF, denn es geht immerhin um die wichtigsten Aktien der Welt. Ich bin ja der Meinung, dass das Tagesgeschäft viel mehr promotet gehört, davon würde auch der global market profitieren.
17.07.24