Folgen einer Wachstumskrise (Wilhelm Rasinger)
27 Aug
In den letzten Jahrzehnten war Wachstum dass Allheilmittel für viele wirtschaftlichen Probleme. Der Staat hatte keine Hemmungen, sich zu verschulden, da Wirtschaftswachstum höhere Steuereinnahmen brachte. SozialeSpannungen konnten vermieden werden, weil der eine viel mehr, der andere immerhin ein wenig mehr davon profitierte. Eine moderate Inflation verstärkte die Illusion, dass das Einkommen stieg, auch wenn real dieZuwächse nur bescheiden waren. Wachstumsraten von knapp über Null werden nicht mehr wahrgenommen und die Angst vor den Folgen eines auch nur geringen Rückgangs von ein bis zwei Prozent bereitet Politikern undWirtschaftsexperten unruhige Stunden und verursacht hilflose Reaktionen bzw. unrealistische Zukunftshoffnungen, dass dies nur vorübergehend sei. Der neu... » Weiterlesen
Der Zwang zum Realitycheck
26 Aug
Einem Portfoliomanager traut man ja im Allgemeinen zu, sich über die unterschiedlichen Investmentchancen im Kapitalmarktuniversum ein Bild machen zu können. Dazu bedient sich die Branche aller möglichen Mittel im Bereich der Analyse. Vom Chart bis zum Geburtsdatum der Großmutter des CEO ist vielen alles wichtig. Das ist geübt und darauf ist man üblicherweise ausgebildet. Was der herkömmliche Portfoliomanager aber sicher nicht in seiner Ausbildung erhält, ist ein intellektuelles Korsett das ihn zum Spezialisten für Kriegsanalyse, Katastrophenberechnung, Seuchenbewertung oder Politopportunismus macht. Aber genau das wird seit Monaten, wenn nicht Jahren zum täglichen Brot erkoren. Der Punkt offenbart sich, wenn man nachdenkt, wie man selber am besten Din... » Weiterlesen
Mein Spindelegger-Kommentar im Standard ist die 10fache Ice Bucket Challenge
26 Aug
Ein Userkommentar von mir ist heute Vormittag bei standard.at online gegangen. Ich habe diesen nicht als Userkommentar aktiv geschrieben, sondern genehmigt. Das geht so: Es handelt sich um meine Worte aus Blog-Postings und Facebook-Einträgen. Was mir taugt, ist, dass Standard.at-Chefin Gerlinde Hinterleitner persönlich nachgefragt hat, ob sie das übernehmen dürfe (so etwas kenne ich aus meinem täglichen photaq.com-Leben "...können wir bitte Eure Fotos bringen?" nur zu gut). Freilich bin ich mit meiner Meinung ziemlich alleine und krieg auch mein Fett ab, aber meine Meinung ist halt meine Meinung: Keine Substanzsteuern (wir sind ein Hochsteuerland), dafür Verwaltungsreform. Eine Finanztransaktionssteuer ist auch verzichtbar. Und die Angriffe auf Spindelegger gehen zu w... » Weiterlesen
Das hat Spindelegger nicht verdient. Was wünscht sich Österreich wirklich?
26 Aug
Ich hatte heute Kritik an Michael Spindelegger geübt, was seine Kapitalmarktperformance betrifft. Meiner Meinung nach hatte er null Ahnung von der Börse, exakt wie seine Vorgänger. Seine sonstige politische Performance gefiel mir besser. Ein biederer Normalo, der einfach "Mitte" pur ist. Den politischen Erneuerer und Entfesseler hatte man ihm nicht abgenommen. Aber vor der Privatperson ziehe ich den Hut. Und die APA-Zeilen "... dies sei sein letzter Auftritt vor den Medien, sagte Spindelegger, bevor er sich - ohne Frage zuzulassen - verabschiedete" berühren mich sogar. Schockierend finde ich, dass die Facebook-Meute einfach kein gutes Wort über ihn zulässt (mich hat man gleich mit-eingedunkt, weil ich eben nicht nur negativ war). Das muss man als Politiker mal aushalten. S... » Weiterlesen
Spindelegger tritt zurück: Aus Kapitalmarktsicht kein Verlust
26 Aug
Michael Spindelegger tritt zurück. Ich mag ihn, er hat sich bemüht, aber das Volk, die Bürger, die Wähler zu keinem Zeitpunkt erreicht. Zuletzt hat er auch seine Parteikollegen nicht mehr erreicht. Aus Kapitalmarktsicht ist sein Abgang hingegen überhaupt nicht zu betrauern, hat er doch u.a. den Kapitalmarktbeauftragten abgeschafft, war ein "Finanztransaktionssteuer-Trommler" und man hatte den Eindruck, dass ihm die Wiener Börse schlichtweg egal ist. Da kam einfach nichts und die wenigen Signale waren negativ. Unterm Strich war er jedoch Gegenpol zu den Neidkampagnen-Fans und dafür ist ihm zu danken. Man darf gespannt auf die Nachfolger in BMF und dem Vizekanzleramt sein. » Weiterlesen
31.07.24
global market. 7 Monate 2024 sind vorbei und die Wiener Börse hat in diesen sieben Monaten mehr Handelsvolumina verbuchen können als in den ersten 7 Monaten 2023, der Zuwachs ist im einstelligen Prozentbereich, aber immerhin. Auch im früher stark promoteten global market ist es erstmals seit Jahren wieder etwas nach oben gegangen, im Gesamtjahr 2021 lag dort das Jahresvolumen noch bei 5,5 Mrd. (das ist ca. ein Monatsumsatz im Prime Market), 2022 waren es nur noch 1,3 Mrd.. und 2023 gab es sogar den Fall unter die Mrd. Euro. In den ersten sieben Monaten 2024 ist es wieder leicht nach oben gegangen, ob die Mrd. End of Year wieder erreicht werden kann, ist aber unklar. Es gibt zwar im global market günstige Konditionen, aber die Broker stellen Wien bei den internationalen Aktien nicht so in die Pole Position und die Markttiefe könnte natürlich ebenfalls besser sein. Keine einfache Aufgabe, diese wichtigste Aktienfacette im Vienna MTF, denn es geht immerhin um die wichtigsten Aktien der Welt. Ich bin ja der Meinung, dass das Tagesgeschäft viel mehr promotet gehört, davon würde auch der global market profitieren.
17.07.24