Das hat Spindelegger nicht verdient. Was wünscht sich Österreich wirklich?

Ich hatte heute Kritik an Michael Spindelegger geübt, was seine Kapitalmarktperformance betrifft. Meiner Meinung nach hatte er null Ahnung von der Börse, exakt wie seine Vorgänger. Seine sonstige politische Performance gefiel mir besser. Ein biederer Normalo, der einfach "Mitte" pur ist. Den politischen Erneuerer und Entfesseler hatte man ihm nicht abgenommen. Aber vor der Privatperson ziehe ich den Hut. Und die APA-Zeilen"... dies sei sein letzter Auftritt vor den Medien, sagte Spindelegger, bevor er sich - ohne Frage zuzulassen - verabschiedete" berühren mich sogar. Schockierend finde ich, dass die Facebook-Meute einfach kein gutes Wort über ihn zulässt (mich hat man gleich mit-eingedunkt, weil ich eben nicht nur negativ war). Das muss man als Politiker mal aushalten. Strache kann das. Er ist auch ein Gewinner dieser Tage. Will man das wirklich? Nur noch Extremes von rechts und links? Ich hoffe, dass nicht auch die ÖVP jetzt noch nach links rückt. Sonst haben wir Strache als Kanzler. Ich hoffe vielmehr, dass ein neuer ÖVP-Chef Sebastian Kurz eine Verwaltungsreform einleitet.

Das hatte ich auch auf Facebook gepostet: "Michael Spindelegger tritt zurück. Ich mag ihn, er hat sich bemüht, aber das Volk, die Bürger, die Wähler zu keinem Zeitpunkt erreicht. Zuletzt hat er auch seine Parteikollegen nicht mehr erreicht. Aus Kapitalmarktsicht ist sein Abgang hingegen überhaupt nicht zu betrauern, hat er doch u.a. den Kapitalmarktbeauftragten abgeschafft, war ein "Finanztransaktionssteuer-Trommler" und man hatte den Eindruck, dass ihm die Wiener Börse schlichtweg egal ist. Da kam einfach nichts und die wenigen Signale waren negativ. Unterm Strich war er jedoch Gegenpol zu den Neidkampagnen-Fans und dafür ist ihm zu danken. Man darf gespannt auf die Nachfolger in BMF und dem Vizekanzleramt sein."



(26.08.2014)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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