Wenn Du zur Burse gehst, vergiss die Bursa nicht… (Gregor Rosinger)
07 Oct
Wir schreiben das Jahr 1598… Giovanni, ein gewiefter junger italienischer Händler, ist gerade in Brügge angekommen. Die Reise aus Modena war anstrengend und weit, viel weiter als er gedacht hatte, aber „Burse“ war es wert. Er konnte nur mehr an 2 Sachen denken „Burse“ und „blonde Haare“…. Giovannis väterlicher Freund, der weitgereiste Geschäftsmann Peter aus dem südlichen Tyrol hatte ihm den Rat gegeben: „Fahr nach Brügge und wenn Du dort zur Burse gehst, vergiss die Bursa nicht…“dann hatte Peter von den blonden Mädchen geschwärmt – Burse musste der Name der schönsten sein – und Peter hatte noch erzählt dass man bei Burse für Geld alles haben kann, wirklich alles&helli... » Weiterlesen
Wie wärs mit einem kleinen börslichen Schelling-Effekt?
07 Oct
Nein,wir haben wahrlich keine gute Börsephase in Österreich, so überhaupt nicht. Es hagelte Gewinnwarnungen und vor allem jene der RBI kam nur wenige Wochen nach den stark aufgenommenen Halbjahreszahlen doch sehr überraschend. Der ATX rutscht dadurch demotiviert munter weiter von Low zu Low; munter, weil die Umsätze passten. Der September-Verfallstag mit der ATX-Umschichtung „ Buwog statt Mayr-Melnhof “ und der ATX-Five-Änderung „ Andritz statt Immofinanz “ sowie einigen Faktorenanpassungen brachte zB mehr als 900 Mio. Tagesumsatz. So viel hatte man zuletzt in den Nuller-Jahren gesehen. Nochmal Stichwort RBI: Ex-Chef Herbert Stepic meinte bei einer Konferenz in Wien, dass die irrationalen Sanktionen vor allem die Börsen treffen würde u... » Weiterlesen
Die Perestroika des Kapitalismus - Episode 2: Der maximale Profit: Raubbau
07 Oct
Drei große Fragen - Warum leihen sich Regierungen gegen Zinsen Geld von privaten Banken, wenn sie es selbst herstellen könnten? - Warum wird nicht ein System geschaffen, in dem der Staat die Geldschöpfung selbst in die Hand nimmt und die Zinsgewinne an das Volk zurückgibt? - Warum regelt der Staat, der ja Geldschöpfung und Steuergesetzgebung in der Hand hat, nicht jene Stellgrößen, also die Steuerknüppel des Wirtschaftssystems, die es gestatten,langfristig ein stabiles Fließgleichgewicht der Wirtschaft und damit eine nachhaltige Entwicklung auf der Rohstoff-, Energie- und Bevölkerungsebene einzuleiten? Der Grund liegt ohne Zweifel darin, dass es die Mächte der Hochfinanz über Jahrhunderte hinweg verstanden haben, der Allgemeinheit diese ... » Weiterlesen
Unsere Schuld(en)
06 Oct
Kürzlich habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass wir uns im Jahr 7 der Finanzkrise befinden, die durch die Überschuldung vieler Industriestaaten und deren Bürger ausgelöst wurde. Wie stehen wir eigentlich heute da? 2007, also kurz vor der Krise, betrugen die weltweiten Schulden der Staaten beachtliche USD 107 Billionen ( in etwa das, was Österreich in einem Zeitraum von rund 300 Jahren an Gütern und Dienstleistungen hervorbringt). In den folgenden Jahren ist dank der regelmäßig kommunizierten (aber selten umgesetzten) Sparanstrengungen der Regierungen viel geschehen, sodass der globale Schuldenstand per Ende 2013 nicht gesunken, sondern vielmehr auf beängstigende USD 150 Billionen (Österreichs Wirtschaftsleistung von rund 460 Jahren) anges... » Weiterlesen
Über Venedig, Silicon Valley, Apple, Snapchat, Uber & Co. - The Winner takes it al...
06 Oct
Venedig ist eine wunderschöne Stadt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen an. Venedig ist auch verdammt teuer, eine Fahrt mit dem Wassertaxi zum Airport kostet Euro 120, ein gutes Mittagessen ohne Alkohol Euro 50 und mehr, ein ordentliches Hotelzimmer Euro 200 aufwärts; trotz hoher Preise ist der Service bestenfalls mittelmäßig. Der Grund dafür ist simpel: In Venedig herrschen oligopolartige Wirtschaftsstrukturen vor, in der ganzen Stadt gibt es nur eine Handvoll Notare, die Anzahl der Baufirmen ist auch nicht viel größer, und die Auswahl an Handwerkern sehr begrenzt; der Wettbewerb ist ebenso überschaubar, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Wer durch Erbschaft, politische Beziehungen oder geschäftliches Geschick in den Genuss einer entsprech... » Weiterlesen
31.07.24
global market. 7 Monate 2024 sind vorbei und die Wiener Börse hat in diesen sieben Monaten mehr Handelsvolumina verbuchen können als in den ersten 7 Monaten 2023, der Zuwachs ist im einstelligen Prozentbereich, aber immerhin. Auch im früher stark promoteten global market ist es erstmals seit Jahren wieder etwas nach oben gegangen, im Gesamtjahr 2021 lag dort das Jahresvolumen noch bei 5,5 Mrd. (das ist ca. ein Monatsumsatz im Prime Market), 2022 waren es nur noch 1,3 Mrd.. und 2023 gab es sogar den Fall unter die Mrd. Euro. In den ersten sieben Monaten 2024 ist es wieder leicht nach oben gegangen, ob die Mrd. End of Year wieder erreicht werden kann, ist aber unklar. Es gibt zwar im global market günstige Konditionen, aber die Broker stellen Wien bei den internationalen Aktien nicht so in die Pole Position und die Markttiefe könnte natürlich ebenfalls besser sein. Keine einfache Aufgabe, diese wichtigste Aktienfacette im Vienna MTF, denn es geht immerhin um die wichtigsten Aktien der Welt. Ich bin ja der Meinung, dass das Tagesgeschäft viel mehr promotet gehört, davon würde auch der global market profitieren.
17.07.24