Meta baut um — und zwar in großem Stil. Rund 700 Stellen wurden am 25. März gestrichen, gleichzeitig werden ganze Abteilungen auf Künstliche Intelligenz ausgerichtet. Das Unternehmen zieht Ressourcen aus dem klassischen Social-Media-Betrieb und dem Metaverse ab, um seine KI-Ambitionen für 2026 zu finanzieren.
Die Entlassungen treffen mehrere Bereiche: Facebook, Global Operations, Recruiting, Sales sowie die Reality-Labs-Sparte. Es ist bereits die zweite Entlassungswelle innerhalb weniger Monate — im Januar 2026 hatte Meta über 1.000 Stellen allein in Reality Labs gestrichen, rund 10 Prozent der Einheit. Trotzdem beschäftigt das Unternehmen weiterhin knapp 79.000 Mitarbeiter weltweit. Einem Teil der Betroffenen wurde angeboten, sich intern auf neue Positionen zu bewerben.
Parallel dazu strukturiert Meta eine 1.000-köpfige Einheit innerhalb von Reality Labs zu sogenannten „AI-native Pods" um. Klassische Rollenbezeichnungen weichen Titeln wie „AI Builder" oder „AI Pod Lead". Ziel ist eine flachere Hierarchie mit höherer Engineering-Produktivität. Meta betont, diese Umstrukturierung sei von den Entlassungen getrennt zu betrachten.
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Hinter dem Umbau steckt ein enormes Investitionsprogramm. Für das laufende Geschäftsjahr plant Meta Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar — vorwiegend für KI-Server und Rechenzentren. Zum Vergleich: Chip-Partner Nvidia meldete zuletzt einen Jahresumsatz von 215,9 Milliarden Dollar, getrieben maßgeblich durch Rechenzentrums-Nachfrage von Unternehmen wie Meta. Zusätzlich arbeitet Meta mit Arm an neuer AGI-CPU-Technologie, um unabhängiger von externen Chip-Lieferanten zu werden.
Ausgerechnet am selben Tag der Stellenabbau-Ankündigung kassierte Meta zwei juristische Niederlagen. Eine Jury in New Mexico verhängte eine Zivilstrafe von 375 Millionen Dollar wegen irreführender Aussagen zur Plattformsicherheit für Minderjährige. In Los Angeles sprach ein weiteres Gericht 6 Millionen Dollar Schadensersatz in einem Suchtfall zu — Meta wurde zu 70 Prozent haftbar gemacht. Gegen beide Urteile will das Unternehmen Berufung einlegen.
Die Aktie notiert rund 12 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn knapp 7 Prozent verloren. Angesichts der laufenden Rechtsstreitigkeiten und der enormen Investitionslast bleibt der Titel vorerst unter Druck — zumal das neue Vergütungsprogramm für Top-Manager eine Marktkapitalisierung von 9 Billionen Dollar bis 2031 als Ziel ausgibt, was einer Versechsfachung des aktuellen Werts entspräche.
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