Während der Kurs in den vergangenen 30 Tagen um rund 20 Prozent nachgegeben hat, sendet eine US-Großbank ein klares Signal der Stärke. JPMorgan sieht das Ende der Korrekturphase gekommen und stuft den Halbleiterkonzern deutlich hoch. Die Analysten stützen sich bei ihrer Einschätzung auf zwei zentrale Säulen des künftigen Geschäftsmodells.
Konkret hob JPMorgan das Kursziel von 40 auf 48 Euro an und wechselte die Einstufung von „Neutral“ auf „Overweight“. Analyst Sandeep Deshpande identifiziert die Münchner als einen der größten Profiteure des immensen Energiebedarfs im Umfeld der Künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen bietet spezialisierte Lösungen für mehr Energieeffizienz in Rechenzentren an. Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management allein aus KI-Anwendungen einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an.
Neben dem KI-Wachstum rechnen die Experten mit einer Bodenbildung im schwächelnden Geschäft mit der Autobranche. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Partnerschaft mit BMW. Für die „Neue Klasse“-Fahrzeugplattform liefert der Chiphersteller Mikrocontroller, die durch eine neue zonale Architektur die Kabellänge um rund 600 Meter reduzieren und das Gewicht des Kabelbaums um knapp ein Drittel senken.
Zeitgleich zu diesen operativen Fortschritten nähert sich ein wichtiges Kapitalmarkt-Ereignis seinem Ende. Bis zum 27. März schließt der Konzern sein aktuelles Aktienrückkaufprogramm ab. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden Papiere für durchschnittlich 44,43 Euro erworben. Dieser Wert liegt merklich über dem aktuellen Bewertungsniveau von 36,00 Euro, auf das der Titel zum heutigen Wochenauftakt abrutschte.
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