BYD bewegt sich auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Der chinesische Elektroautobauer erschließt Nordamerika über den Umweg Kanada, vertieft seine Technologiepartnerschaft mit Nvidia und steht kurz vor der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025. Ein ungewöhnlich dichter Nachrichtenfluss für eine einzige Woche.
Die USA bleiben vorerst außen vor. Das regulatorische Umfeld gilt BYD als zu komplex für einen schnellen Markteintritt. Kanada hingegen bietet mit einem Zollsatz von 6,1 % und einer jährlichen EV-Importquote von 49.000 Fahrzeugen aus China einen handhabbaren Rahmen.
BYD plant bis zu 20 eigenständige Händlerstandorte, beginnend im Großraum Toronto. Vizepräsidentin Stella Li bestätigte zudem, dass das Unternehmen den Bau eines eigenen Werks in Kanada prüft. Ein Joint Venture schließt sie ausdrücklich aus — BYD will die volle Kontrolle behalten und sein Modell der vertikalen Integration auch im Ausland durchsetzen.
Auf der GTC 2026 in Kalifornien bestätigte Nvidia-Chef Jensen Huang eine erweiterte Zusammenarbeit mit BYD. Künftige Fahrzeugmodelle sollen Nvidias DRIVE-Hyperion-Plattform integrieren und damit Level-4-Autonomie erreichen — also die Fähigkeit, unter definierten Bedingungen vollständig ohne menschlichen Eingriff zu fahren.
Die Architektur verlagert KI-Berechnungen direkt ins Fahrzeug, reduziert die Abhängigkeit von Cloud-Verbindungen und beschleunigt die globale Verteilung von Software-Updates. Für BYD ist das ein Schritt, der die Wettbewerbsfähigkeit im Premiumsegment stärken soll.
Im chinesischen Heimatmarkt läuft es für BYD derzeit nicht rund. Die kombinierten Verkaufszahlen für Januar und Februar 2026 lagen rund 36 % unter dem Vorjahresniveau. Ein Teil des Rückgangs dürfte auf die Wiedereinführung der fünfprozentigen Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge Ende 2025 zurückzuführen sein: Viele Käufer zogen ihre Kaufentscheidung vor, was zu Beginn des neuen Jahres eine Nachfragelücke hinterließ.
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Das Exportgeschäft entwickelt sich dagegen dynamisch. Im Februar übertrafen BYDs Auslandslieferungen erstmals die Inlandsverkäufe. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen 1,3 Millionen exportierte Fahrzeuge an — ein Plus von 24 % gegenüber den für 2025 erwarteten rund 1,05 Millionen Einheiten.
Am 26. März veröffentlicht BYD seinen vollständigen Jahresbericht 2025. Anleger warten vor allem auf Klarheit bei den Margen: Aggressive Preissenkungen im Inland und hohe Investitionen in neue Technologien haben die Profitabilität unter Druck gesetzt. Für die ersten neun Monate 2025 wies BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan aus — ein Anstieg von 12,75 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wie sich das vierte Quartal auf die Gesamtmarge ausgewirkt hat, wird der Bericht zeigen.
Parallel dazu baut BYD seine Produktionskapazitäten weltweit aus. Werke in Thailand, Usbekistan und Brasilien sollen zusammen 300.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen. Das Werk in Ungarn befindet sich in der Anlaufphase, die Serienproduktion ist für das zweite Quartal geplant. In Deutschland will BYD bis Ende 2026 ein Händlernetz mit mehr als 350 Standorten aufbauen und dabei über 50.000 Fahrzeuge pro Jahr absetzen. Der Jahresbericht am 26. März wird zeigen, ob die finanzielle Basis für dieses Expansionstempo trägt.
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