Umsatz auf Rekordhoch, Gewinn auf Rekordhoch — und die Aktie trotzdem auf Jahrestief. Xiaomis Jahreszahlen 2025 liefern ein bemerkenswertes Paradox: operative Stärke trifft auf anhaltenden Kursdruck.
Der Gesamtumsatz kletterte auf 457,3 Milliarden Yuan, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn legte um 43,8 Prozent auf 39,2 Milliarden Yuan zu — beides historische Höchstwerte. Was hinter diesen Zahlen steckt, ist jedoch die eigentlich interessante Geschichte.
Noch 2024 entfielen 91 Prozent des Konzernumsatzes auf das Smartphone- und AIoT-Geschäft. Im abgelaufenen Jahr sank dieser Anteil auf 76,8 Prozent — eine Verschiebung von 14 Prozentpunkten innerhalb von zwölf Monaten. Den Unterschied macht vor allem das Elektrofahrzeuggeschäft: Allein dieses Segment erzielte 103,3 Milliarden Yuan Umsatz und schrieb erstmals ein positives operatives Ergebnis.
Für 2026 plant Xiaomi 550.000 Auslieferungen — 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Dass die Nachfrage vorhanden ist, zeigte der Launch der 2026er-Neuauflage des SU7: 15.000 Reservierungen in 34 Minuten.
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Parallel dazu drängt Xiaomi in die generative KI. Am 19. März lancierte das Unternehmen drei neue Modelle der MiMo-V2-Familie für Anwendungen in Agentensystemen, Robotik und Sprachverarbeitung. Das Flaggschiff MiMo-V2-Pro belegt Rang 8 auf dem Artificial Analysis Intelligence Index — das zweitbeste chinesische Sprachmodell. Über die nächsten drei Jahre will Xiaomi 60 Milliarden Yuan in KI investieren, allein 2026 sind es 16 Milliarden Yuan.
Im eigenen EV-Werk absolvierte der hauseigene humanoide Roboter bereits einen dreistündigen autonomen Einsatz an einer Montagestation — mit einer Erfolgsquote von 90,2 Prozent.
Die operative Stärke ist im Aktienkurs bislang nicht angekommen. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 19 Prozent zu Buche, über zwölf Monate sind es mehr als 41 Prozent. Xiaomi stemmt sich dagegen: Im vergangenen Monat flossen mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in Aktienrückkäufe — das höchste Niveau seit über zwei Jahren. An nahezu jedem Handelstag des laufenden Jahres kaufte das Unternehmen eigene Aktien zurück.
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Ob das Programm die Trendwende einleiten kann, hängt letztlich davon ab, wann der Markt die strukturelle Transformation des Konzerns in die Kursbewertung einpreist — und nicht nur die Risiken eines chinesischen Wachstumstitels im schwierigen Marktumfeld sieht.
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