SK Hynix setzt auf Expansion in einem Tempo, das selbst für die kapitalintensive Chipbranche bemerkenswert ist. Für 11,9 Billionen Won — umgerechnet knapp acht Milliarden US-Dollar — hat das Unternehmen die größte jemals öffentlich bekannte Einzelbestellung bei ASML aufgegeben. Im Mittelpunkt: EUV-Lithografiesysteme, die für die nächste Generation von KI-Speicherchips unverzichtbar sind.
Der am 26. März 2026 finalisierte Mehrjahresvertrag sieht die Lieferung von rund 30 EUV-Systemen bis Ende 2027 vor. Die Maschinen sollen im HBM-Werk M15X in Cheongju sowie im neuen Yongin Semiconductor Cluster für DRAM-Produktion eingesetzt werden. Der Yongin-Standort soll bereits im Februar 2027 den Betrieb aufnehmen — ein ambitionierter Zeitplan.
Den finanziellen Rückhalt für diese Investitionen will SK Hynix über ein US-Börsenlisting schaffen. Geplant ist eine vertrauliche Einreichung für die zweite Jahreshälfte 2026, bei der zwei bis drei Prozent der Anteile verkauft werden sollen. Das mögliche Erlösvolumen liegt zwischen 9,6 und 14,4 Milliarden US-Dollar. Die Mittel fließen in Werke in Südkorea und eine neue Fabrik im US-Bundesstaat Indiana — letzteres auch als Absicherung gegen mögliche Handelszölle auf außerhalb der USA produzierte KI-Chips.
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Trotz der offensiven Investitionsstrategie geriet die Aktie gestern unter Druck und verlor in Seoul rund sechs Prozent. Auslöser war die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu Googles „TurboQuant"-Algorithmus, der den Speicherbedarf großer Sprachmodelle laut den Berichten um den Faktor sechs reduzieren soll — ohne Einbußen bei der Genauigkeit.
Reicht das aus, um die strukturelle Nachfrage nach Hochleistungsspeicher grundlegend zu verändern? Branchenanalysten verweisen auf ein bekanntes Muster: Effizienzgewinne in der KI-Entwicklung führen historisch oft zur Entwicklung komplexerer Modelle, die wiederum mehr Rechenleistung und Speicher beanspruchen. Der kurzfristige Kursrückgang spiegelt die Unsicherheit wider — nicht zwingend eine veränderte Fundamentallage.
SK Hynix hält nach Analysteneinschätzungen rund 60 Prozent Marktanteil im Segment für KI-optimierten Hochleistungsspeicher. Die HBM-Kapazitäten für die kommenden Produktionszyklen sind bereits vollständig ausgebucht. Hyperscaler und Cloud-Anbieter planen für 2026 zusammen rund 650 Milliarden US-Dollar an Investitionen in Rechenzentren — ein Nachfrageumfeld, das Analysten bis mindestens 2028 anhalten sehen. Trotz des jüngsten Rücksetzers liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch immer rund 38 Prozent im Plus.
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