Der Software-Konzern ServiceNow liefert beeindruckende Wachstumszahlen und baut sein technisches Ökosystem kontinuierlich aus. Dennoch befindet sich das Papier seit Monaten auf Talfahrt. Anleger treibt derzeit eine fundamentale Sorge um, die den gesamten SaaS-Sektor in die Zange nimmt: Die Angst, dass autonome KI-Agenten das klassische, pro Nutzer abgerechnete Lizenzmodell massiv beschneiden könnten.
Am Mittwoch gab der Kurs erneut um 1,6 Prozent auf 102,99 US-Dollar nach. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit bereits auf rund 31 Prozent. Dieser Abverkauf ist kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer schmerzhaften Neubewertung der gesamten Branche. Das spiegelt sich auch im Einbruch des Software-ETFs IGV wider, der um 23 Prozent nachgab.
Marktbeobachter sehen den Hauptgrund in der Furcht vor der rasanten KI-Entwicklung. Wenn künstliche Intelligenz künftig Aufgaben übernimmt, für die bisher menschliche Mitarbeiter eigene Software-Lizenzen benötigten, drohen etablierten Anbietern wie ServiceNow oder auch Salesforce spürbare Umsatzeinbußen. Das traditionelle Geschäftsmodell steht auf dem Prüfstand.
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Diese düsteren Zukunftsszenarien stehen in hartem Kontrast zur aktuellen operativen Realität. Im jüngsten Quartal kletterte der Umsatz um knapp 21 Prozent auf 3,57 Milliarden US-Dollar. Besonders aussagekräftig ist der Anstieg der vertraglich zugesicherten, aber noch nicht abgerechneten Umsätze (cRPO) um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar. Das spricht für prall gefüllte Auftragsbücher bei einer gleichzeitig enorm hohen Kundenbindungsrate von 98 Prozent.
Gleichzeitig rüstet das Management die eigene Plattform technologisch auf, um genau diesen Ängsten zu begegnen. Neue Integrationen, wie die am Mittwoch verkündete Zusammenarbeit mit Vonage für KI-gestützte Sprach-Workflows, sollen die Marktposition stärken. Eine weitere Partnerschaft mit Zenity zielt darauf ab, die ServiceNow-Plattform als sichere Kontrollzentrale für KI-Agenten zu etablieren.
Wall-Street-Analysten halten die Marktreaktion mehrheitlich für überzogen. Mit einer Einstufung als "Moderate Buy" und einem durchschnittlichen Kursziel von rund 192 US-Dollar sehen die Experten eine deutliche Lücke zwischen der operativen Stärke und der grassierenden KI-Angst. Um den anhaltenden Druck auf die Bewertung abzufedern, greift das Unternehmen derweil auf genehmigte Aktienrückkäufe zurück, die den Kurs in dieser volatilen Phase stützen sollen.
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