Klarna hat seine Kreditpartnerschaft mit Elliott Investment Management deutlich ausgebaut. Das bestehende Abkommen zum Verkauf von Forderungen wurde auf zwei Milliarden Dollar verdoppelt — mit dem Ziel, in den nächsten drei bis fünf Jahren bis zu 17 Milliarden Dollar an US-Verbraucherkrediten zu ermöglichen. Die Botschaft dahinter ist klar: Der amerikanische Markt bleibt die wichtigste Wachstumsstelle für das schwedische Fintech-Unternehmen.
Das Konstrukt des Deals ist für Klarna strategisch attraktiv. Neu entstehende Forderungen werden direkt an Elliott verkauft, während Klarna die Kontrolle über Kreditvergabe und Abwicklung behält. Für die Bilanz bedeutet das eine spürbare Entlastung: Goldman-Sachs-Analyst Will Nance hob hervor, dass die erweiterte Fazilität das Bilanzrisiko erheblich reduziert und den Finanzierungsspielraum verlängert. Goldman Sachs bestätigte nach der Ankündigung sein „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 20 Dollar.
Weitere Analysten bleiben ebenfalls konstruktiv: Wells Fargo sieht das Kursziel bei 32 Dollar, JPMorgan bei 20 Dollar und Morgan Stanley bei 23 Dollar. Der Konsens lautet „Moderate Buy".
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Operativ liefert Klarna durchaus positive Signale. Die Klarna Card erreichte zuletzt fünf Millionen aktive Nutzer weltweit, die mobile App kommt auf 55 Millionen monatliche Nutzer — mit einem Anstieg der täglichen Nutzung von 53 Prozent im Jahresvergleich. Insgesamt zählt das Unternehmen 118 Millionen aktive Nutzer und verarbeitet täglich rund 3,4 Millionen Transaktionen.
An der Börse kommt das bislang kaum an. Die Aktie verlor am Tag der Ankündigung 4,6 Prozent und notiert aktuell nahe ihrem 12-Monats-Tief. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 54 Prozent an Wert verloren. Mit einem Forward-Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,1x liegt die Bewertung deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 4,8x — was Optimisten als Bewertungschance werten, während der anhaltende Kursdruck zeigt, dass der Markt zunächst Profitabilität sehen will. Das Unternehmen wies zuletzt einen Verlust von 0,79 Dollar je Aktie aus.
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