Intel hat eine turbulente Handelswoche mit weiteren Verlusten beendet. Während das Unternehmen seinen kommerziellen Produktkatalog deutlich ausbaut, sorgt die Streichung des geplanten Flaggschiff-Prozessors für Verstimmung bei Anlegern.
Der Core Ultra 9 290K Plus wird nicht erscheinen. Intel hat den Prozessor offiziell aus der Roadmap des „Arrow Lake Refresh"-Lineups gestrichen — das Modell war ursprünglich als Aushängeschild der Serie geplant. Begründung: Die Spezifikationen seien zu nah an denen des Core Ultra 7, eine Dopplung damit kaum zu rechtfertigen.
Stattdessen will Intel Volumen über die günstigeren Ultra-5- und Ultra-7-Segmente generieren. Für Aktionäre fehlt damit ein klares Premiumprodukt, das die Marke nach oben verankert. Die Aktie rutschte am Freitag auf zeitweise 42,86 Dollar — und liegt damit bereits rund 5 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
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Auf der anderen Seite steht ein substanzieller Schritt im kommerziellen Geschäft. Intel hat den Core Ultra Series 3 mit vPro vorgestellt — die erste Business-Plattform auf Basis des 18A-Fertigungsprozesses. Mehr als 125 Gerätevarianten für Unternehmens- und Behördenkunden sollen auf dieser Architektur aufbauen.
Zum Launch gehören auch neue Grafiklösungen: Die Arc Pro B-series GPUs, konkret die Modelle B70 und B65, ergänzen das Portfolio. Das B70-Flaggschiff soll am 24. April 2026 für 949,99 Dollar in den Handel kommen.
Das Marktumfeld belastet zusätzlich. Steigende Ölpreise lösten algorithmische Verkäufe im Halbleitersektor aus, AMD gewinnt im Rechenzentrumsgeschäft an Boden, und ARM-basierte Alternativen bauen Druck auf. Analysten stufen Intel derzeit mehrheitlich auf „Reduce" — mit Verweis auf eine negative Nettomarge von 0,51 Prozent im letzten Quartal und eine Gewinn-je-Aktie-Prognose nahe null für Q1 2026.
Technisch hält die Aktie vorerst die Unterstützungszone um 42,80 Dollar. Gibt diese Marke nach, rückt das nächste Auffangniveau bei rund 40,50 Dollar in den Blick. Für das Gesamtjahr bleibt die Hochskalierung der 18A-Fertigung der entscheidende Faktor — Intel muss die Verluste in seiner Foundry-Sparte spürbar reduzieren, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
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