Deutschlands Wohnungsbau steuert 2026 auf einen historischen Tiefstand zu. Trotz leicht steigender Baugenehmigungen könnten weniger als 200.000 Wohnungen fertiggestellt werden. Das ist das alarmierende Fazit des 17. Wohnungsbau-Tags in Berlin.
Experten sprechen von einer paradoxen Lage. Zwar meldet das Statistische Bundesamt mehr Genehmigungen, doch die reale Bautätigkeit bricht ein. Laut einer neuen Studie fehlen bundesweit bereits über eine Million Wohnungen. Besonders der bezahlbare Wohnraum ist kaum noch zu finanzieren.
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Die Branche warnt vor einer "Krisenstarre". Diese habe nicht nur soziale, sondern zunehmend auch wirtschaftliche Folgen für den Standort Deutschland.
Die Zahlen sind eindeutig: In Großstädten kosten Bau und Grundstück durchschnittlich 5.400 Euro pro Quadratmeter. Um rentabel zu sein, müsste die Kaltmiete bei mindestens 18 Euro liegen.
Für viele Haushalte ist der Markt damit "eingefroren". Wer umzieht, zahlt oft deutlich mehr für weniger Platz. Die Folge: Notwendige Umzüge unterbleiben, die Mobilität am Arbeitsmarkt leidet. Rund 9,9 Millionen Menschen leben laut Studie in überbelegten Wohnungen.
Ein Hoffnungsschimmer? Im Januar 2026 stiegen die Baugenehmigungen um 8,4 Prozent. Die Regierung sieht darin einen Erfolg ihrer Politik.
Doch die Branche warnt: Eine Genehmigung garantiert noch lange keinen Baustart. Viele Projekte liegen wegen hoher Kosten auf Eis. Experten prognostizieren für 2026 den Absturz der Fertigstellungen auf unter 200.000 Einheiten. Das wäre weniger als die Hälfte des eigentlichen Bedarfs.
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Der Wohnungsmangel wird zum Wachstumshemmnis. In wirtschaftsstarken Regionen finden Fachkräfte keine bezahlbare Unterkunft. Unternehmen können Stellen nicht besetzen.
Die soziale Schieflage verschärft sich: Etwa die Hälfte der 23 Millionen Mieterhaushalte hätte Anspruch auf eine Sozialwohnung. Dem stehen aber nur noch rund eine Million solcher Wohnungen gegenüber. Besonders junge Menschen und Senioren sind von Verdrängung betroffen.
Die Bundesregierung verweist auf getroffene Maßnahmen: die verlängerte Mietpreisbremse bis 2029 und neue Förderprogramme wie "Junges Wohnen".
Doch die Skepsis in der Branche bleibt groß. Kritiker fordern eine "Fast Lane" für den Wohnungsbau – also beschleunigte Verfahren und reduzierte Standards für preisgebundenen Wohnraum. Nur so ließen sich die hohen Herstellungskosten grundlegend senken.
Eine spürbare Entspannung auf dem Mietmarkt ist vor Ende des Jahrzehnts nicht in Sicht. Experten prognostizieren weiter steigende Preise, solange das Angebot der Nachfrage hinterherhinkt.
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