Der Konflikt im Nahen Osten erreicht die europäischen Energiemärkte. Auf der Branchenkonferenz CERAWeek in Houston warnte Shell-CEO Wael Sawan eindringlich vor drohenden Treibstoffengpässen, die Europa bereits im April treffen könnten. Während die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen ist, bereiten sich erste Länder auf drastische Maßnahmen vor.
Die Krise breitet sich geografisch und über verschiedene Produktgruppen hinweg aus. Laut Sawan traf der Schock zunächst Asien, bevor sich die Auswirkungen nun in Richtung Europa verlagern. Flugzeugtreibstoff ist bereits massiv betroffen, was die Preise auf dem Kontinent auf Rekordniveaus trieb. Als Nächstes dürfte Diesel knapp werden, gefolgt von Benzin – pünktlich zum Beginn der sommerlichen Fahrsaison auf der Nordhalbkugel. Ursache ist die Beschädigung wichtiger Anlagen und die Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasströme fließt.
Ein zusätzliches Risiko sieht der Shell-Chef im Verhalten der Marktteilnehmer. Sawan warnte davor, dass panische Hamsterkäufe durch Regierungen und Unternehmen die angespannte Versorgungslage in eine ernsthafte Krise verwandeln könnten. Die Politik reagiert bereits: Während Slowenien als erstes europäisches Land Treibstoffrationierungen einführte, legte Spanien ein milliardenschweres Hilfspaket auf. Weltweit werden zudem 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freigegeben, um den Markt zu stabilisieren.
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Inmitten dieser geopolitischen Verwerfungen zeigt sich das Papier des Energiekonzerns äußerst robust. Mit einem aktuellen Kurs von 40,02 Euro notiert der Titel nur hauchdünne 1,15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Aktionäre profitieren zudem von der anhaltenden Kapitalrückführung: Neben dem laufenden Aktienrückkaufprogramm steht am 30. März die Auszahlung der Quartalsdividende in Höhe von 0,3227 Euro je Anteilsschein an.
Die unmittelbare Geschäftsentwicklung von Shell wird in den kommenden Wochen maßgeblich davon abhängen, wie effizient das Unternehmen die logistischen Ausfälle im Nahen Osten kompensieren kann. Parallel dazu bietet das noch bis zum 1. Mai 2026 von Morgan Stanley geführte Aktienrückkaufprogramm dem Kurs eine konkrete fundamentale Stütze.
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