Im börsenradio-Interview meint Uniqa-CEO Andreas Brandstetter zur Gesundheitsversicherung und zu schnellen Arzt-Terminen: "Wir gehen Vertragspartnerschaften mit Ärzten ein, um unseren 1,5 Mio. privat Gesundheitsversicherten einen schnelleren und besseren Service zu bieten. Wir denken, dass Gesundheit das große Thema Europas im Laufe der nächsten Jahrzehnte sein wird. Weil die Staaten nicht in der Lage sind, die Bedürfnisse ihrer BürgerInnen erstklassig zu befriedigen. Wir bieten zum Beispiel einen Service von Freitag 18:00 Uhr bis Montag 6:00 an, bei dem unsere Kunden und ihre Angehörigen jederzeit in eines unserer 5 Privatspitäler gehen können, wenn sie medizinische Probleme haben. Das erspart Komplexität und lange Wartezeiten in den öffentlichen Spitälern."
Zu den Unwetterschäden: "Die haben zugenommen und das werden sie auch weiter tun. Es gibt bestimmte Teile Österreichs, etwa Kärnten und die Steiermark, die Jahr für Jahr massiv betroffen sind. Wir haben dort viele KundInnen und versuchen über die Unwetter-Hotlines rasch Services anzubieten. Wir haben auch Uniqa Schadens-Busse, die in die Regionen fahren und gezielt unsere Kunden ansprechen und Unterstützung anbieten. Aufgrund von KI können wir auf Knopfdruck erkennen, welche Regionen am stärksten betroffen sind und wie hoch die versicherten Werte und die Deckungssummen sind."
Zum Ausstieg aus Russland: "Wir werden für die Gesellschaft etliche Rubel bekommen. Der Verkauf ist für uns aufgrund der Kleinheit des Geschäfts von untergeordneter Bedeutung. Wir werden nicht den Wert bekommen, den wir in den Büchern haben, wir rechnen per Jahresende mit einem niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag, den wir dort abschreiben. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Auf die gesamte Gruppe wird das keinen relevanten negativen Einfluss haben."
Zu den Halbjahres-Zahlen: Es gibt mehrere positive Effekte. Wir konnten in Österreich und in Ost-Europa ein gutes Neugeschäft erreichen. Die Unwetter schlagen sich im 1. Halbjahr noch kaum zu Buche. Das 3. Quartal wird aber beeinträchtigt sein, so viel wissen wir jetzt schon. Dazu hatten wir keine nennenswerten Impairments und eine gute Entwicklung der Kapitalanlagen. Im Vorjahr waren diese noch durch Abwertungen in Russland beeinträchtigt. Dies Faktoren haben dazu beigetragen, dass es ein gutes erste Halbjahr war."https://boersenradio.at/page/brn/42408/
(Der Input von boersen radio.at für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 25.08.)
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