Der Chemiekonzern BASF dreht massiv an der Preisschraube. Um bis zu 30 Prozent verteuern sich ab sofort bestimmte Produkte für die Haushalts- und Industriereinigung auf dem europäischen Markt. Das Management reagiert mit diesem drastischen Schritt auf die anhaltende Kostenwelle bei Rohstoffen, Energie und Logistik, um die eigene Profitabilität in einem volatilen Umfeld abzusichern.
Die Maßnahme kommt nicht aus dem Nichts. Erst kürzlich warnte der Verband der Chemischen Industrie vor potenziellen neuen Lieferkettenproblemen durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Für BASF geht es primär darum, die im Februar ausgegebenen Jahresziele zu verteidigen. Das Unternehmen peilt für 2026 ein operatives Ergebnis (EBITDA) von bis zu 7,0 Milliarden Euro an. Am Aktienmarkt wird dieser Fokus auf Margenstabilität positiv aufgenommen: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein solides Plus von 9,37 Prozent und ging gestern bei 48,93 Euro aus dem Handel.
Parallel zu den Preisanpassungen drückt der Konzern intern weiter auf die Kostenbremse. Das laufende Einsparprogramm wurde zuletzt beschleunigt und soll bis Ende 2026 nun 2,3 Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten 2,1 Milliarden Euro einbringen.
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Diese zusätzliche Effizienzsteigerung ist auch deshalb nötig, weil die Expansion in Asien derzeit mit strukturellem Gegenwind kämpft. Das 8,7 Milliarden Euro schwere Verbundwerk im chinesischen Zhanjiang – die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte – trifft auf einen überversorgten Markt. Historisch niedrige Margen in China führen dazu, dass sich dieses strategisch wichtige Projekt später amortisieren wird als vom Management zunächst kalkuliert.
Die Auswirkungen der Kombination aus verschärftem Sparkurs und den nun umgesetzten Preiserhöhungen in Europa werden zeitnah messbar. Am 29. und 30. April 2026 präsentiert BASF die Ergebnisse für das erste Quartal und liefert damit konkrete Daten zur Wirksamkeit der aktuellen Margenverteidigung.
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