Cameco hat seit seinem Allzeithoch Ende Januar mehr als ein Viertel an Wert verloren — und trotzdem hält die institutionelle Unterstützung für den kanadischen Uranproduzenten an. Ein Widerspruch, der sich bei näherer Betrachtung auflöst.
Am heutigen Montag rutschte die Aktie im vorbörslichen Handel auf rund 98 US-Dollar, nachdem sie am 28. Januar noch bei 134,09 US-Dollar geschlossen hatte. Auslöser des Rückgangs sind Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen, die den gesamten Uransektor unter Druck setzen.
Investmenthaus Bernstein hat Cameco trotz der Kursschwäche als bevorzugten Uranwert für 2026 bestätigt. Die Begründung: Cameco ist entlang der gesamten nuklearen Brennstoffkette integriert — von der Mine bis zur Brennstoffaufbereitung — und verfügt über eine der weltweit größten Uranreserven, überwiegend in Kanada. Diese Aufstellung verschafft dem Unternehmen eine besonders direkte Hebelwirkung auf steigende Uranpreise und wachsende Nachfrage durch Rechenzentren.
Auf der Nachfrageseite setzt die US-Regierung ein klares Signal: Finanzierungszusagen und Genehmigungen für neue Westinghouse-Reaktorprojekte im Gesamtumfang von mindestens 80 Milliarden US-Dollar wurden angekündigt. Camecos Management betont, dass jeder neue Reaktor 80 bis 100 Jahre Folgebedarf an Brennstoff und Dienstleistungen erzeugt.
Das Auftragsbuch wächst weiter. Zuletzt sicherte sich Cameco einen Liefervertrag über knapp 22 Millionen Pfund Urankonzentrat an Indiens Atomenergiedepartment für den Zeitraum 2027 bis 2035 — Gesamtwert rund 2,6 Milliarden kanadische Dollar.
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Das strukturelle Bild am Uranmarkt bleibt angespannt. 2025 wurden rund 116 Millionen Pfund Uran unter Langfristverträge gestellt — unterhalb der jährlichen Ersatzrate von 190 Millionen Pfund. Bis 2045 sind 3,1 Milliarden Pfund bei Versorgern unkontrahiert, davon 1,3 Milliarden Pfund ohne identifizierte Quellen. Die US-Energieinformationsbehörde EIA rechnet mit einer kumulierten Versorgungslücke von 184 Millionen Pfund bis 2035 — mehr als drei Jahre Reaktorverbrauch.
Der Uranspot-Preis lag 2025 im Schnitt bei 73,54 US-Dollar je Pfund, während der Langfristpreis im Dezember mit 86,50 US-Dollar ein 14-Jahres-Hoch erreichte.
Am 2. April veröffentlicht Cameco seinen Management Proxy Circular, die Hauptversammlung folgt am 7. Mai. Einen Tag zuvor, am 1. Mai, stehen die Quartalszahlen an — dann dürfte sich zeigen, wie sich die geopolitischen Belastungen konkret in den Produktionszahlen und der Vertragspipeline niederschlagen. Das MacArthur-River-Bergwerk produziert aktuell 14,5 bis 16 Millionen Pfund jährlich bei einer Lizenzkapazität von 25 Millionen Pfund — Erweiterungspotenzial ist vorhanden, aber noch nicht ausgeschöpft.
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