Sandoz befindet sich derzeit in einem klassischen Spannungsfeld: Während operative Erfolge bei Biosimilars und angehobene Kursziele die fundamentale Story stützen, korrigierte die Aktie zuletzt spürbar. Wie viel Potenzial steckt nach diesem Rücksetzer noch in dem Papier?
Zuletzt passten mehrere Analysehäuser ihre Modelle für den Schweizer Generika-Spezialisten an. Berenberg hob das Kursziel deutlich von 55 auf 62 Schweizer Franken an, bleibt jedoch bei der Einstufung „Hold“. Die Begründung der Experten: Das erwartete Wachstum sei bereits weitgehend in der aktuellen Bewertung eingepreist. Optimistischer zeigt sich hingegen Zacks Investment Research mit einem „Buy“-Rating. Hier stehen vor allem Markteinführungen wie das Biosimilar Pyzchiva im Fokus, die den Umsatz weiter ankurbeln sollen.
Nach einem Nettoumsatz von 11,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 peilt das Management für 2026 ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Die operative Richtung scheint also zu stimmen. Dennoch verlor das Papier in der vergangenen Woche rund 5,8 Prozent an Wert und ging am Freitag bei 70,62 Euro aus dem Handel.
Kein Wunder also, dass Anleger nach der jüngsten Rekordjagd nervös reagieren. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 73,9 galt der Titel zuletzt als technisch überkauft. Dass die Aktie nach ihrem 52-Wochen-Hoch von 79,58 Euro Ende Februar nun etwas Luft ablässt, ist aus charttechnischer Sicht eine nachvollziehbare Entwicklung.
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Trotz der kurzfristigen Schwäche notiert Sandoz weiterhin solide über seinen langfristigen Trendlinien. Der Kurs liegt aktuell rund acht Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 65,16 Euro. Diese Marke dient nun als wichtige Unterstützung, sollte sich der Abwärtstrend der letzten Tage fortsetzen. Auch der 100-Tage-Durchschnitt bei 59,00 Euro bietet tiefergehende Absicherung nach unten.
Die fundamentale Basis bleibt dank der Biosimilar-Pipeline stabil, doch die aktuelle Konsolidierung war nach der steilen Rallye überfällig. Anleger sollten nun darauf achten, ob die Unterstützung im Bereich der 65-Euro-Marke hält. Ein nachhaltiger Wiederanstieg über die Hürde von 75 Euro wäre das nächste Signal für eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends.
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