Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat den gestrigen Handelstag mit Gewinnen abgeschlossen und die Vortagesverluste wettgemacht. Österreichs Leitindex ATX ging mit einem Plus von 2,71 Prozent auf 5.452,49 Punkte aus dem Handel. Der ATX Prime legte um 2,75 Prozent auf 2.710,36 Einheiten zu. Auch die europäischen Börsen schlossen den Tag im Plus. Sie reagierten damit positiv auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der von einem schnellen Ende des Irankriegs gesprochen hatte.
Unter die Freude mischte sich aber Skepsis: "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird". Untertags meldete der Iran erneut schwere Luftangriffe. Der Iran-Krieg wird laut Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher dämpfende Wirkung auf Österreichs Wirtschaft haben. Trotz der angespannten Lage sieht Kocher keine Gefahr eines breiten wirtschaftlichen Einbruchs. "Ich sehe im Moment für Österreich und für die Europäische Union, für die Eurozone, keine Rezession", erklärte der Gouverneur.
Unter den Unternehmen rückte die Raiffeisen Bank International (RBI) in den Fokus. RBI könnte eventuell in Rumänien zukaufen. Laut Insidern komme die Bank einem Kauf der rumänischen Tochter der spanischen Bank BBVA , der Garanti BBVA, näher, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg gestern Dienstag. Als Kaufpreis würden rund 550 Millionen Euro angeboten. Der Deal könnte aber noch verzögert werden oder scheitern. Raiffeisen würde im Erfolgsfall nach Vermögenswerten zur drittgrößten Bank in Rumänien aufsteigen. Seit 1998 ist die RBI mit einer Tochter in Rumänien vertreten. 2025 machte diese einen Gewinn von 349 Millionen Euro und beschäftigte rund 4.800 Menschen. Die Bilanzsumme lag bei rund 17,5 Milliarden Euro. RBI-Aktien legten um 7,0 Prozent zu. An der Spitze des ATX Prime-Segments fand sich AT&S. Die Papiere des Leiterplattenherstellers gewannen 12,4 Prozent. Eine starke Entwicklung zeigten auch Do&Co mit plus 10,4 Prozent und FACC mit plus 10,3 Prozent. Die Friedenssignale im Nahen Osten drücken scheinbar auf die Kurse von Energiekonzernen. Verbund büßten 2,3 Prozent, OMV 1,8 Prozent und EVN 0,7 Prozent ein."
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