Eine neue Studie zeigt erhöhte Risiken für Knochen- und Gelenkerkrankungen bei Langzeitanwendung von GLP-1-Medikamenten wie Ozempic. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Amerikanischen Akademie der Orthopädischen Chirurgen (AAOS) vorgestellt.
Die Untersuchung analysierte die Daten von Patienten mit Typ-2-Diabetes und Adipositas über fünf Jahre. Sie verglich Anwender von GLP-1-Rezeptoragonisten mit einer Kontrollgruppe. Die Ergebnisse sind eindeutig.
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Nach fünf Jahren wurde bei 4,1 Prozent der GLP-1-Patienten Osteoporose diagnostiziert. In der Kontrollgruppe waren es nur 3,2 Prozent. Das entspricht einem um fast 30 Prozent erhöhten Risiko.
Auch Gicht trat bei den Medikamenten-Nutzern häufiger auf: 7,4 Prozent gegenüber 6,6 Prozent in der Kontrollgruppe. Den stärksten relativen Anstieg verzeichnete die seltene Knochenerweichung Osteomalazie. Sie kam bei Anwendern doppelt so oft vor.
Die Forscher sehen den teils drastischen Gewichtsverlust als Hauptgrund für die Risiken. Ein unterdrückter Appetit kann zu einer mangelhaften Zufuhr knochenwichtiger Nährstoffe wie Kalzium und Vitamin D führen.
Zudem belastet ein leichterer Körper das Skelett weniger. Knochen reagieren darauf mit Substanzabbau. Der rapide Gewichtsverlust kann außerdem vorübergehend die Harnsäurewerte erhöhen – ein bekannter Auslöser für Gicht.
Die Ergebnisse stellen frühere Studien in Frage. Diese sahen für GLP-1-Medikamente oft neutrale oder sogar schützende Effekte auf die Knochen. Bisherige Analysen konnten keinen klaren Anstieg des Frakturrisikos nachweisen.
Die aktuelle Studie ist jedoch eine der ersten mit Langzeitdaten über fünf Jahre. „Wir müssen jede Medikation mit einer derart schnellen Verbreitung genau untersuchen“, betont Hauptautor Muaaz Wajahahth. Der Fokus liege auf den langfristigen Auswirkungen.
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Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung. Ärzte sollten begleitend zur Therapie auf eine ausreichende Nährstoffversorgung hinweisen.
Knochenstärkende, gewichttragende Übungen könnten den potenziellen Negativ-Effekten entgegenwirken. Experten fordern nun weitere Studien, um die Kausalität eindeutig zu belegen. Die bekannten Vorteile der Medikamente für Stoffwechsel und Herz bleiben jedoch unbestritten.
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