Wenig Veränderung brachte der gestrige Handelstag für die meisten europäischen Börsen. Nach Kursgewinnen im frühen Handel bröckelten diese im weiteren Verlauf immer mehr ab, am Ende war ein marginales Minus für die wichtigsten Indices zu verzeichnen. Gefragt waren Bankaktien auf Grund der Signale von Seiten der EZB, die Anleihenkäufe eventuell früher als geplant zu beenden, der Sektor legte 0,3% zu.
Am stärksten waren gestern die Öl- und Gasproduzenten mit einem Gesamtzuwachs von 1,5%, Shell schloss 1,6% höher, das Unternehmen erhielt zusammen mit Chevron den Zuschlag für ein Förderprojekt in Brasilien. Der Reise- und Freizeitsektor wurde hingegen durch die hohen Treibstoffpreise nach unten gezogen und war mit einem Minus von 1,7% am schwächsten. Der französische Luxuskonzern LVMH musste einen Verlust von 3,3% hinnehmen, das wurde allgemein durch Gewinnmitnahmen nach den starken Anstiegen erklärt. Die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma mussten ebenfalls den jüngsten Zuwächsen Tribut zollen, Adidas verlor 2,6%, Puma notierte zu Handelsschluss 5,3% tiefer.
Gegen den europäischen Trend sehr positiv verlief der Handel in Wien, am Ende stand ein Plus von 1,7% für den ATX zu Buche. Die Nachrichtenlage zum heimischen Markt blieb aber sehr dünn. Unter den Einzelwerten konnten die Öltitel OMV mit einem Plus von 3,8% und Schoeller-Bleckmann in gleichem Ausmaß deutlich zulegen. An der Spitze der Kursliste standen FACC ; Zumtobel und AT&S mit jeweils mehr als 4,0% Tagesgewinn. Stark waren auch die Finanzwerte, die Bankentitel schlossen allesamt im Plus, Raiffeisen legte 1,8% zu, Erste Group verteuerte sich um 2,9% und auch die Bawag war gesucht und konnte 2,3% zulegen. Hier wirkte auch die Analyse der Commerzbank positiv, das Kursziel wurde zwar leicht gesenkt, aber die Kaufempfehlung bestätigt. Auch die Versicherer hatten einen guten Tag, bei Uniqa betrug das Tagesplus 3,5%, bei der Vienna Insurance Group 2,5%. Voestalpine konnte an die Vortagesgewinne anschliessen und verzeichnete ein weiteres Plus von 1,2%
Gemischt verlief der Handel in den USA - während der Dow Jones ein leichtes Plus verzeichnen konnte, schloss der S&P 500 nahezu unverändert und bei den Technologiewerten kam es zu Gewinnmitnahmen, wodurch der Nasdaq -Index ein Minus von 0,7% hinnehmen musste. Die Konjunktur ist weiter in einer sehr guten Verfassung, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wurde gestern leicht rückläufig gemeldet. McDonald’s will sich auf dem Heimatmarkt neu strukturieren und Hierarchien innerhalb des Konzerns abbauen, das brachte gestern einen Zuwachs von 4,4%. Chevron konnte dank des Zuschlags für das Förderprojekt in Brasilien ein Plus von 2,9% erreichen. First Solar litt unter einer Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs und musste 4,1% abgeben.
Der Ölpreis ging gestern deutlich nach oben, für Brent gab es einen Zuwachs von 2,6%, WTI notierte 1,9% stärker. Gold handelte die meiste Zeit des Tages nahezu unverändert und ging bei einem Kurs von 1.297 US-Dollar aus dem Handel. Deutlich zulegen konnte der Euro nach den Signalen der EZB, gegen Abend kam es dann zu einer leichten Gegenbewegung und die Gemeinschaftswährung wurde bei einer Marke von rund 1,18 zum US-Dollar gehandelt.
Vorbörslich sind die europ. Börsen schwach indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mit roten Vorzeichen. Sowohl von der Makroseite wie auch von der Unternehmensseite ist es heute relativ ruhig.
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