Die deutsche Zollverwaltung hat die Umstellung auf das zentrale Zoll-Portal für Exportanmeldungen abgeschlossen. Seit dem 17. März 2026 ist der Zugang zum System IAA-Plus nur noch über das digitale Drehkreuz möglich – eine Ära geht zu Ende. Die ersten Tage im neuen, sicheren System verliefen nach Angaben der Behörden planmäßig.
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Die Umstellung auf das neue Zoll-Portal erfordert höchste Präzision bei der Dateneingabe, um Verzögerungen im Warenverkehr zu vermeiden. Dieser kostenlose Praxis-Leitfaden bietet Ihnen eine Feld-für-Feld-Anleitung, damit Ihre Ausfuhranmeldungen sofort fehlerfrei akzeptiert werden. Zollanmeldung korrekt ausfüllen: Feld-für-Feld-Anleitung sichern
Fast zwei Jahrzehnte lang war die eigenständige Webanwendung IAA-Plus der zentrale Weg für Unternehmen, ihre Exportzollanmeldungen ohne eigene ATLAS-Software abzuwickeln. Diese Zeit ist nun vorbei. Die Generalzolldirektion hat den alten Zugang deaktiviert. Die Funktionalität der IAA-Plus ist nun als Dienst „Grenzüberschreitender Warenverkehr“ in das einheitliche Zoll-Portal integriert.
Die bekannte Startseite internetzollanmeldung.de dient nur noch als Übergangsportal mit Informationen und direkten Links zum neuen Login. Dieses wird voraussichtlich bis zum 20. Juni 2026 online bleiben, bevor die Domain endgültig abgeschaltet wird. Der Schritt ist Teil der Harmonisierung mit dem Unionszollkodex (UZKA) und der Einführung von ATLAS Release 10.2.
Die größte Herausforderung für Unternehmen in der ersten Pflichtwoche war die verschärfte Authentifizierung. Einfache Benutzername-Passwort-Kombinationen reichen nicht mehr aus. Stattdessen ist für den Zugang zum Zoll-Portal eine hochwertige digitale Identität erforderlich.
Für Geschäftskunden ist das in der Regel ein ELSTER-Zertifikat, für internationale Akteure eine eIDAS-konforme digitale ID. Entscheidend ist die korrekte Verknüpfung des ELSTER-Kontos mit der EORI-Nummer des Unternehmens. Laut technischem Bulletin ATLAS-Info 0923/26 muss das Geschäftskundenkonto auf dieselbe rechtliche Einheit registriert sein.
Für Konzerne bedeutet das eine Zentralisierung: Pro EORI-Nummer ist nur noch ein Hauptgeschäftskonto möglich. Niederlassungen müssen sich nun über dieses Hauptkonto anmelden, Mitarbeiter erhalten über ein Delegierten-Management spezifische Rollen. Mehr Transparenz für die Behörde, mehr Koordinationsaufwand für die Unternehmen.
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Da die korrekte Verknüpfung der EORI-Nummer mit dem ELSTER-Konto nun zwingend für den Portal-Zugang ist, sollten Unternehmen keine Fehler bei der Identifikation riskieren. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie die EORI-Nummer richtig beantragen und verwalten, um teure Zollverzögerungen zu vermeiden. Kostenlosen Praxisleitfaden zur EORI-Nummer herunterladen
Trotz vertrauter Eingabemasken bringt die Integration in das Portal praktische Neuerungen. Die „Vorgangsübersicht“ auf dem Dashboard zeigt alle laufenden und historischen Zollverfahren in Echtzeit an.
Zudem liefert das System jetzt automatisch Status-Updates. Jede Änderung im Bearbeitungsstand einer Ausfuhranmeldung löst eine Benachrichtigung im internen Postfach des Portals aus. Ein wichtiger Hinweis der Zollexperten: Diese Nachrichten unterliegen einer 90-Tage-Löschfrist. Wichtige Kommunikation sollte extern archiviert werden, da das Portal Mitteilungen nach drei Monaten automatisch löscht – unabhängig vom Status des dahinterstehenden Verfahrens.
Die Umstellung des IAA-Plus ist kein Einzelprojekt, sondern eine Voraussetzung für die nächste Generation der Zolldienste. Technische Informationen wie die ATLAS-Infos 0922/26 und 0925/26 unterstreichen die wachsende Bedeutung der zentralen Zollabfertigung (CCI/CCE) in der EU.
Der Schritt bringt auch kleinere Exporteure, die keine API-Schnittstellen nutzen, auf das gleiche Sicherheits- und Datenniveau wie große Industrieunternehmen. Parallel wird die Backend-Infrastruktur weiter gehärtet, wie jüngste Anpassungen an VPN-Parametern für ATLAS und das EMCS-System zeigen.
Nach der ersten intensiven Umstellungswoche konzentrieren sich die Zollbehörden nun auf die Stabilisierung des Systems und die Unterstützung von Nachzüglern. Der Fahrplan für 2026 steht:
Für den deutschen Export bedeutet der Wechsel mehr als eine neue Webadresse. Es ist ein grundlegendes Upgrade für die Sicherheit und Effizienz der Handelsprozesse. Die Anpassung kostet zunächst Mühe, doch die Vorteile eines zentralen und integrierten Zollumfelds dürften die anfänglichen Hürden langfristig überwiegen.
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