Bei dem Immobilien-REIT prallen derzeit zwei gegensätzliche Marktkräfte aufeinander. Während Leerverkäufer ihre Wetten gegen das Unternehmen in rasantem Tempo ausbauen, steht das Management kurz vor dem Abschluss einer strategisch wichtigen Milliarden-Transaktion mit Apollo. Das Zusammentreffen dieser Ereignisse sorgt für eine spürbare Anspannung bei den Investoren.
Der Druck auf die Papiere hat zuletzt zugenommen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate stieg die Leerverkaufsquote um über 60 Prozent an. Verantwortlich für diese Positionierung ist primär das makroökonomische Umfeld. Da die US-Notenbank Fed voraussichtlich erst im September die Zinsen senken wird, kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf rund 4,28 Prozent.
Festverzinsliche Anlagen werden dadurch für einkommensorientierte Investoren wieder attraktiver, was tendenziell Kapital aus dem Immobilien-Sektor abzieht. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf Wochensicht verlor der Titel 5,57 Prozent und notiert aktuell bei 52,51 Euro.
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Genau in diese Schwächephase hinein nähert sich ein entscheidendes Datum. Bis zum 31. März soll ein Joint Venture mit von Apollo verwalteten Fonds abgeschlossen werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass Apollo eine Milliarde US-Dollar investiert und im Gegenzug 49 Prozent an einem neuen Portfolio aus rund 500 Einzelhandelsimmobilien erhält.
Realty Income behält dabei das Management der Objekte, die durch langfristige Mietverträge stabile Cashflows generieren. Diese Partnerschaft ist ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie, um abseits der klassischen Aktienmärkte frisches privates Kapital für weiteres Wachstum zu erschließen.
Abseits der Zinsängste präsentiert sich das operative Geschäft äußerst robust. Im vierten Quartal übertraf der Umsatz mit 1,49 Milliarden US-Dollar die Erwartungen deutlich, während die Vermietungsquote bei starken 98,9 Prozent lag. Auch institutionelle Adressen zeigen sich unbeeindruckt vom Gegenwind. TABR Capital Management sicherte sich im vierten Quartal ein neues Aktienpaket im Wert von rund drei Millionen US-Dollar. Analysten bleiben ebenfalls zuversichtlich: Barclays hob das Kursziel Mitte März von 64 auf 65 US-Dollar an.
Der kommende Sonntag, der 31. März, bündelt nun mehrere Faktoren. Neben dem geplanten Abschluss des Apollo-Deals ist dies gleichzeitig der Stichtag für die nächste monatliche Dividende von 0,2705 US-Dollar je Aktie. Ein erfolgreicher Vollzug der Milliarden-Transaktion würde beweisen, dass der REIT seine ambitionierten Expansionspläne von acht Milliarden US-Dollar für das Jahr 2026 auch im aktuellen Zinsumfeld finanzieren kann.
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