Elon Musk hat am Wochenende mit „Terafab“ das wohl ehrgeizigste Halbleiterprojekt der Geschichte angekündigt. Statt Euphorie auszulösen, schickt der geplante Bau einer gigantischen Chipfabrik in Texas die Investoren auf den Rückzug. Die Sorge vor explodierenden Kosten und enormen Umsetzungsrisiken überschattet die strategische Vision des Unternehmens.
Bei dem Joint Venture zwischen Tesla, SpaceX und xAI sollen alle Schritte der Halbleiterproduktion unter einem Dach vereint werden. Das Hauptproblem für den Kapitalmarkt liegt in der Finanzierung. Das Projekt soll 20 bis 25 Milliarden US-Dollar kosten. Diese Summe ist im ohnehin schon üppigen Investitionsbudget für 2026 noch gar nicht eingeplant. Angesichts eines rückläufigen Automobilgeschäfts im vergangenen Jahr und eines freien Cashflows von lediglich 6,2 Milliarden US-Dollar fürchten Marktbeobachter eine finanzielle Überlastung des Konzerns.
Neben der finanziellen Bürde zweifeln Analysten an der Machbarkeit. Tesla betritt mit der Chipfertigung völliges Neuland und peilt an, bei voller Auslastung 70 Prozent der Kapazität des Weltmarktführers TSMC zu erreichen. Ein konkreter Zeitplan für den Bau fehlt bislang. Dass 80 Prozent der Rechenleistung für orbitale KI-Satelliten von SpaceX und nur 20 Prozent für terrestrische Anwendungen wie Fahrzeuge gedacht sind, wirft zusätzliche Fragen zur Prioritätensetzung auf. Die Erinnerung an das zwischenzeitlich eingestellte und später für Raumfahrtzwecke neu ausgerichtete Supercomputer-Projekt Dojo sorgt für weitere Skepsis.
Die anhaltende Unsicherheit spiegelt sich im Chartbild wider. Mit einem Freitagsschlusskurs von 318,85 Euro hat der Titel seit Jahresbeginn bereits knapp 15 Prozent eingebüßt und notiert mittlerweile spürbar unter der wichtigen 200-Tage-Linie.
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Erschwerend kommt das makroökonomische Umfeld hinzu. Die US-Notenbank hat ihre Zinssenkungsprognosen für 2026 auf einen einzigen Schritt reduziert, was die Bewertung hochpreisiger Wachstumsaktien generell drückt. Entsprechend zurückhaltend positionieren sich die Analysten nach der Präsentation. Die Mehrheit der Experten rät aktuell zum Halten der Papiere, wobei das durchschnittliche Kursziel bei rund 393 US-Dollar liegt.
Der nächste harte Datenpunkt lässt nicht lange auf sich warten. Anfang April wird Tesla die Produktions- und Auslieferungszahlen für das erste Quartal vorlegen. Ein Übertreffen der Marke von 500.000 Einheiten könnte den Fokus der Anleger wieder auf das operative Geschäft lenken. Ein Verfehlen würde die aktuellen Sorgen um schrumpfende Margen und die anhaltende Nachfrageschwäche in China unmittelbar verschärfen.
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