Nestlé muss mehr bringen… (Marc Schmidt)

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN A0Q4DC) konnte mit seinen 2015er-Jahreszahlen alles in allem nicht überzeugen. Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 fiel relativ vorsichtig aus. Aus diesem Grund war die Nestlé-Aktie am Donnerstag in einem an sich positiven Marktumfeld der größte Verlierer im schweizerischen Leitindex SMI.

Das organische Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 88,8 Mrd. CHF konnten die Marktteilnehmer laut Einschätzung der Vontobel-Analysten noch verkraften. Zumal die Schweizer damit stärker als einige Konkurrenten wie Unilever (WKN A0JMZB) oder Mondelez (WKN A1J4U0) wachsen konnten. Wesentlich enttäuschter dürften Anleger demnach über den Margenrückgang um 20 Basispunkte gewesen sein. Wenigstens konnte die operative Ergebnismarge bei konstanten Wechselkursen um 10 Basispunkte auf 15,1 Prozent gesteigert werden. Enttäuschend fiel aber auch der Ausblick aus. Für 2016 stellt Nestlé ein organisches Umsatzplus auf dem Niveau des Vorjahres in Aussicht, während sich der Markt ein höheres Wachstum erhoffen würde.

Chart: Comdirect

Chart: Comdirect

Nestlé hatte zuletzt mit dem starken Schweizer Franken zu kämpfen. Außerdem wachsen die Schwellenländer nicht mehr ganz so stark wie in der Vergangenheit, während das Wachstum in den Industriestaaten ohnehin unter demjenigen der Emerging Markets liegt. Trotzdem konnte das Unternehmen erneut einen Dividendenanstieg ankündigen und sich im Branchenvergleich gut schlagen. Wer daher gehebelt auf steigende Kurse der Nestlé-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN VT5Y58 ins Auge fassen.

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Bildquelle: dieboersenblogger.de



(18.02.2016)

Nestle, Taina Sohlman / Shutterstock.com , Taina Sohlman / , (© www.shutterstock.com)


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Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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