War der ATX in den vergangenen Tagen meist besser als die großen europäischen Börsen und konnte deutlich bessere Zuwächse vermelden, fiel das Minus am gestrigen Handelstag ebenfalls deutlicher aus, das heimische Börsenbarometer musste den Tag mit einem Rückgang von 2,2% beenden. Viele Anleger waren zum Wochenstart verunsichert, unter anderem wegen den Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Auch Probleme bei Impfstofflieferungen und die Nachricht, dass der US-Pharmariese Merck sein in der Entwicklung befindliches Impfstoffprogramm aufgrund schlechter Testdaten eingestellt hat, lasteten auf den Kursen. In Wien gab es kaum signifikante Nachrichten zu den einzelnen Unternehmen, lediglich Palfinger musste mitteilen, dass der Kranhersteller Opfer einer Cyberattacke geworden war, über detaillierte Auswirkungen wurde nichts bekanntgegeben, der Aktienkurs sackte aber um 4,2% ab. Die Erste Group erhöhte das Kursziel für Do & Co von 60,7 Euro auf 73,7 Euro, das half dem Cateringunternehmen aber wenig, die Aktie endete mit einem Rückgang von 5,8%. Schwach waren, wie im übrigen Europa, die großen Banken, die Bawag sank um 3,2%, für die Erste Group gab es ein Minus von 3,1% und die Raiffeisen musste mit einem Abschlag von 4,5% aus dem Handel gehen. Auch die Ölwerte waren schwach, für die OMV ging es um 3,1% nach unten, bei Schoeller-Bleckmann kam es zu einem Rückgang von 2,6%. Gewinner des Tages war wie schon am Freitag FACC, nach dem fulminanten Wochenschluss ging es für den Flugzeugzulieferer gestern um weitere 5,5% nach oben, es gab auch gestern keine den Anstieg rechtfertigenden Unternehmensmeldungen. Gut nachgefragt war auch Rosenbauer, für den Feuerwehrausrüster gab es ein Tagesplus von 1,3%, und auch Warimpex und Marinomed zählten zu den Gewinnern, der Immobilienentwickler und das Biotechnologieunternehmen erzielten jeweils eine 0,9% höhere Schlussnotierung. Stärkster Verlierer nach den schon erwähnten Unternehmen war Lenzing, der Faserhersteller musste der Rally in der letzten Zeit gestern Tribut zollen und schloss auf Grund von Gewinnmitnahmen mit einem Minus von 4,0%.
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