Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Donnerstag nach einem ruhigen Börsentag mit Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX schloss 0,44 Prozent höher bei 4.415,60 Punkten. Der Handelstag stand im Zeichen der EZB-Ratssitzung. Die Entscheidung fiel wie erwartet aus, die von hohen US-Zöllen bedrohte Wirtschaft im Euroraum darf auf günstigere Kredite hoffen. Zum achten Mal seit Juni 2024 senkt die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum. Die EZB senkt den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent. Nach Einschätzung ihrer Präsidentin Christine Lagarde nähert sich die EZB dem Ende des aktuellen Zinssenkungszyklus. Die Notenbank sei mit dem aktuellen Leitzins schon gut positioniert. Die Notenbankchefin hielt sich aber auch die Tür für weiter sinkende Zinsen offen und machte deutlich, dass künftige geldpolitische Entscheidungen von der Entwicklung der Konjunkturdaten abhingen.
Unter den Einzelwerten in Österreich wurden die Titel von Telekom Austria ex Dividende gehandelt und rutschten um 6,17 Prozent oder 0,61 Euro ab. Bereinigt um den Dividendenabschlag in Höhe von 0,40 Euro wäre das Minus geringer ausgefallen. Ebenfalls am unteren Ende der Kursliste waren SBO mit minus 2,61 Prozent und Verbund mit Verlusten von 2,0 Prozent zu finden. Die größten Gewinner im Prime-Market-Segment waren die Anteilsscheine von AT&S. Die Titel des Leiterplattenherstellers legten um 7,33 Prozent zu. Mit Abstand folgten Lenzing mit Gewinnen in Höhe von 1,72 Prozent und das Schwergewicht Erste Group mit einem Plus von 1,62 Prozent. Porr bauten Gewinne von 0,18 Prozent. Der Baukonzern hat laut eigenen Angaben einen Auftrag im Wert von 428 Millionen Euro in Rumänien erhalten. Ein Abschnitt der Eisenbahnstrecke von Craiova - Caransebe soll saniert und modernisiert werden. Für die Aktien des Flughafens Wien ging es um 0,73 Prozent nach oben. Dazu trug womöglich die Einschätzung der Erste-Group-Analysten bei. Sie hatten ihr Kursziel von 60,2 auf 62,2 Euro angehoben. Ebenfalls neu bewertet wurden die Titel des Stahlkonzerns Voestalpine . Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel von 33 auf 34 Euro erhöht. Die Aktien des Stahlkonzerns gewannen 1,47 Prozent."
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