Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat gestern Dienstag kräftig im Plus geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX stieg um 1,97 Prozent auf 3.915,33 Punkte. Der ATX Prime schloss mit einem Plus von 2,12 Prozent bei 1.976,18 Zähler. Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich nach dem starken Wochenbeginn erneut mit Gewinnen. Das Thema Zölle sowie die erratische und wenig berechenbare Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump bleiben weiter im Blickpunkt der Investoren. Nach der Ausnahme für bestimmte elektronische Produkte stellte Trump nun auch Autobauern zumindest zeitweise geltende Ausnahmen von weitreichenden Zöllen in Aussicht. Zugleich will der Präsident aber Zölle auf pharmazeutische Produkte erheben, die bisher davon ausgenommen sind. In den Fokus rückten auch Konjunkturnachrichten: Die US-Zollpolitik hat die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im April einbrechen lassen. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 65,6 Punkte auf minus 14,0 Punkte. Es ist der stärkste Rückgang der Erwartungen seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf plus 10,0 Punkte gerechnet. Am Nachmittag wurde bekannt, dass die Preise von in die USA importierten Gütern im März schwächer als erwartet gestiegen sind. Zudem lag der Empire-State-Index, der die Stimmung in der US-Industrie widerspiegeln soll, im April zwar mit minus 8,1 Punkten klar im negativen Bereich. Allerdings hatte Ökonomen mit einem Fall auf minus 13,5 Punkte gerechnet.
Der Aluminiumkonzern AMAG Austria Metall AG senkt die Dividende für das Geschäftsjahr 2024 auf 1,20 Euro je Aktie ab. Für 2023 hatte es noch 0,30 Euro mehr gegeben. Der Dividendenvorschlag wurde am Dienstag bei der Hauptversammlung genauso beschlossen, wie Alessandro Dazza in der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt wurde. Das ging aus einer Unternehmensmitteilung hervor. AMAG-Aktien schlossen um 1,6 Prozent schwächer. Zu den größten Gewinnern in Wien zählten am Berichtstag die Bau-Aktien. So zogen Strabag um 8,8 Prozent nach oben und Porr konnten sich um 5,8 Prozent steigern. Klar fester zeigten sich auch Rosenbauer und stiegen um 4,9 Prozent. Lenzing konnten sich um 3,9 Prozent verbessern und CA Immo legten um 4,7 Prozent zu. Bei den Bankwerten gewannen Erste Group um 3,2 Prozent und Bawag um gut zwei Prozent. Raiffeisen schlossen um 2,4 Prozent höher. Auch die Ölwerte zeigten sich gut nachgefragt. Schoeller-Bleckmann gewannen 3,5 Prozent höher und OMV stiegen um 1,1 Prozent."
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