Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat sich frisches Kapital in Höhe von fünf Milliarden Euro gesichert, um seine ehrgeizigen Pläne im erdnahen Orbit zu finanzieren. Am Aktienmarkt löste der Abschluss dieses gigantischen Refinanzierungsplans allerdings keine Euphorie aus. Im Gegenteil: Die Papiere rutschten am vergangenen Freitag unter eine wichtige charttechnische Marke und setzten ihren monatelangen Abwärtstrend nahtlos fort.
Mit der Emission einer vorrangigen Anleihe über 1,5 Milliarden Euro schloss das Unternehmen Anfang März eine weitreichende Kapitalstruktur-Reorganisation ab. Die Mittel fließen gezielt in den Schuldenabbau und den Ausbau der sogenannten LEO-Aktivitäten (Low Earth Orbit). So plant der Konzern den Kauf von 340 neuen Satelliten bei Airbus, um die eigene OneWeb-Konstellation zu modernisieren.
Eutelsat richtet sich dabei strikt auf zahlungskräftige Regierungs- und Industriekunden aus. Dieser strategische Umbau zeigt bereits Wirkung. Nicht-Video-Dienste machen mittlerweile 54 Prozent des Gesamtumsatzes aus, während das LEO-Geschäft im jüngsten Halbjahr um 60 Prozent wuchs.
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Ungeachtet des operativen Wachstums in den neuen Geschäftsfeldern reagierten Anleger zuletzt zurückhaltend. Am Freitag sank der Kurs auf 2,13 Euro. Dabei kreuzte der Wert die 38-Tage-Linie nach unten, was Marktbeobachter als kurzfristiges Verkaufssignal werten. Damit manifestiert sich ein negativer Trend, der den Titel seit Mitte Januar bereits über 14 Prozent an Wert gekostet hat. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) untermauert mit einem Wert von rund 47 die aktuell schwache Dynamik der Papiere.
Um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zu stärken, muss das Management nun die formulierten Finanzziele streng einhalten. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 strebt die Gruppe an, den Verschuldungsgrad auf das 2,5-fache des operativen Ergebnisses (EBITDA) zu drücken. Gelingt die weitere Integration der OneWeb-Dienste wie geplant, peilt Eutelsat bis zum Jahr 2029 einen Gesamtumsatz von über 1,5 Milliarden Euro an. Die stark wachsenden Breitband-Dienste aus dem All sollen dann die erwarteten Rückgänge im klassischen Satelliten-TV-Geschäft vollständig kompensieren.
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