Die US-Drogenfahndungsbehörde DEA hat den synthetischen Wirkstoff Bromazolam mit sofortiger Wirkung in die strengste Verbotskategorie eingestuft. Die Notfall-Maßnahme gilt für zwei Jahre und folgt auf Hunderte von Überdosis-Todesfällen.
Die Einstufung als Schedule-I-Substanz stellt Bromazolam auf eine Stufe mit Heroin. Grund ist eine „unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit“. Seit 2021 wurden in den USA mindestens 259 Überdosis-Fälle mit der Substanz dokumentiert, 201 davon endeten tödlich. Die DEA sieht ein hohes Missbrauchspotenzial und keine akzeptierte medizinische Verwendung.
Die größte Gefahr geht von der häufig praktizierten Kombination mit Opioiden wie Fentanyl aus. Diese Mischung unterdrückt die Atmung und hat zu zahlreichen Todesfällen geführt. Bromazolam, ein synthetisches Benzodiazepin aus den 1970er Jahren, wird nie als Medikament zugelassen.
Auf dem Schwarzmarkt wird es oft als gefälschtes Beruhigungsmittel wie Alprazolam (Xanax) verkauft. Die Dosierung ist unberechenbar, die Reinheit unbekannt. Die Substanz taucht zunehmend in forensischen Analysen beschlagnahmter Drogen auf und wurde auch in Fällen von k.o.-Tropfen bei Sexualstraftaten nachgewiesen.
Mit der Notfall-Einstufung ändert sich die Rechtslage radikal. Jegliche Herstellung, Einfuhr, Verteilung oder Forschung an Bromazolam unterliegt nun den strengsten Kontrollen der USA. Für die Herstellung ist eine DEA-Registrierung und ein Kontingent erforderlich.
Der Schritt soll die illegale Lieferkette unterbrechen und Strafverfolgungsbehörden klare Befugnisse geben. Mehrere Bundesstaaten wie Ohio und Florida hatten bereits zuvor Warnungen ausgesprochen. Die DEA kann die temporäre Einstufung um ein Jahr verlängern oder ein dauerhaftes Verbot anstreben.
Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Offensive gegen neue psychoaktive Substanzen (NPS), die als dynamische Bedrohung gelten. Die DEA hatte bereits gegen andere synthetische Benzodiazepine vorgegangen.
Die Botschaft an illegale Hersteller und Händler ist klar: Der Vertrieb dieser gefährlichen Substanz hat nun schwerwiegende juristische Konsequenzen. Für zwei Jahre wird die Gefahr von Bromazolam nun genau beobachtet.
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