Facts statt Psychologie (Christian Drastil)

Blicken wir noch einmal auf den Freitag, den Verfallstag der Juni-Optionen und -Futures, zurück.

Nachdem schon am Mittwoch Nachmittag (Donnerstag war ja Feiertag) Geld in den Markt geflossen war und die Vorgaben für Freitag auch sehr gut waren, konnte der ATX im Frühhandel rasch um ca. 200 Punkte zulegen. Händler zeigten sich zu diesem Zeitpunkt ziemlich euphorisch.

Doch es kam wie von uns befürchtet: Die Anschlussorders blieben aus und vom ansehnlichen Vormittagsplus schmolz mehr als die Hälfte wieder weg. Gegen Marktschluss sind einzelne Titel (beispielsweise die Telekom) sogar noch deutlich unter Druck gekommen. Auch heute sah es bisweilen so aus, als würden dem Markt Impulse und Vertrauen fehlen. Es zeichnet sich vielmehr ab, als würden einige Titel ihr neu gefundenes Kursniveau ein wenig zementieren. Im Grunde ist das eine wichtige Entwicklung, es wird dabei ein wenig Volatilität aus dem Markt genommen.

Wirklich spannend kann es dann wieder in einigen Wochen werden: Nämlich dann, wenn die Unternehmen ihre Halbjahreszahlen vorlegen. Dann geht es wieder um Hard Facts, nicht ausschliesslich um Marktpsychologie. Und der ATX wird wieder dort stehen, wo er hingehört.

(19.06.2006)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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