Oppenheimer hat die Abdeckung von Ocugen aufgenommen – und der Markt reagierte prompt. Mit einem Kursanstieg von knapp 30 Prozent am Mittwoch erreichte die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch. Treiber ist das Vertrauen in die Gentherapie-Pipeline des Unternehmens.
Analyst Leland Gershell von Oppenheimer vergab ein „Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 10,00 US-Dollar. Im Mittelpunkt seiner Einschätzung steht OCU400, das führende Gentherapie-Programm zur Behandlung von Retinitis pigmentosa – einer seltenen Netzhauterkrankung, von der in den USA rund 100.000 Patienten betroffen sind. OCU400 befindet sich derzeit in einer Phase-3-Studie, die mit 140 Patienten vollständig eingeschlossen ist. Ocugen plant, ab 2026 einen rollierenden Zulassungsantrag bei der FDA einzureichen; Topline-Daten und eine mögliche Marktzulassung werden für 2027 erwartet.
Oppenheimer steht mit dieser positiven Einschätzung nicht allein: Das durchschnittliche Kursziel über alle Analysten liegt laut MarketBeat bei 8,00 US-Dollar, einzelne Häuser wie Lucid Capital gehen sogar von 15,00 US-Dollar aus.
Neben OCU400 liefert die Pipeline weitere Substanz. In der Phase-2-Studie ARMADA zeigte OCU410, ein Kandidat gegen geografische Atrophie, eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums gegenüber der Kontrollgruppe. Eine Phase-3-Studie soll noch 2026 starten. Das Programm OCU410ST für die Stargardt-Erkrankung liegt nach Unternehmensangaben sogar vor dem Zeitplan, mit Topline-Daten ebenfalls für 2027.
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Der Fortschritt hat seinen Preis: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen 2025 um 24 Prozent auf 39,8 Millionen US-Dollar. Der Jahresverlust belief sich auf 0,23 US-Dollar je Aktie. Nach einer Kapitalerhöhung über 22,5 Millionen US-Dollar reicht die Liquidität nach eigenen Angaben bis in das Jahr 2026 – ein Zeitraum, der angesichts der bevorstehenden klinischen Meilensteine eng bemessen ist. Bis 2027 plant Ocugen insgesamt drei separate FDA-Zulassungsanträge einzureichen.
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