Der philippinische Aktienmarkt erlebte in den vergangenen Tagen eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem schwersten Tagesverlust seit fast sechs Jahren am Montag folgte gestern eine erste Erholung. Was treibt die Volatilität beim First Metro Philippine Equity ETF derzeit so massiv an?
Am Montag brach der Leitindex PSEi um fast fünf Prozent ein und schloss bei 6.006 Punkten. Es war der massivste Rücksetzer an einem einzelnen Handelstag seit April 2020. Auslöser waren die sprunghaft gestiegenen Ölpreise und eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die den philippinischen Peso zeitgleich auf ein Rekordtief gegenüber dem US-Dollar drückten. Der ETF, der den Index abbildet, verlor in diesem Zuge 4,49 Prozent an Wert.
Gestern wendete sich das Blatt vorerst. Der Markt holte mit einem Plus von rund zwei Prozent einen Teil der Verluste wieder auf. Ausschlaggebend für die Erholung war eine verbesserte Stimmung an den Weltmärkten, nachdem Signale aus den USA auf eine mögliche Deeskalation im Konflikt mit dem Iran hindeuteten. Der First Metro Philippine Equity ETF legte daraufhin um 1,20 Prozent zu.
Die hohe Sensibilität des Marktes kommt nicht von ungefähr. Da die Philippinen ein Netto-Energieimporteur sind, wirken sich schwankende Rohölpreise unmittelbar auf die Inflationssorgen und die lokale Währung aus. Schwergewichte im Index wie Ayala Land oder BDO Unibank reagieren entsprechend empfindlich auf diese globalen Faktoren, was die Performance des passiven Fonds direkt beeinflusst.
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In den kommenden Monaten rücken neben der Zinspolitik der philippinischen Zentralbank vor allem strukturelle Termine in den Fokus. Mitte August 2026 steht die halbjährliche Neugewichtung des Leitindex PSEi an, die über die Zusammensetzung des Marktes entscheidet.
Zusätzlich folgen am 27. August die Anpassungen im Rahmen des MSCI-Rebalancings. Diese Termine führen erfahrungsgemäß zu größeren Umschichtungen bei indexbasierten Fonds und können die Kapitalströme innerhalb des philippinischen Aktienmarktes kurzfristig deutlich verschieben.
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