Während Industriegase oft als klassisches Basisgeschäft gelten, rückt bei Linde zunehmend ein futuristisches Segment in den Fokus: der Weltraum. Analysten der UBS sehen in Raketentreibstoffen einen bedeutenden Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Gepaart mit einer jahrzehntelangen Dividendenhistorie festigt der Konzern damit seine Position als defensiver Wert mit zusätzlicher Wachstumsfantasie.
Die Investmentbank UBS hat ihre Kaufempfehlung für Linde am 11. März bestätigt und verweist dabei auf das Potenzial im Markt für Raketentreibstoffe. Experten prognostizieren für diesen Bereich eine jährliche Wachstumsrate von rund 50 Prozent, getrieben durch die Zunahme von Starts immer größerer Trägersysteme.
Zwar macht dieser Bereich aktuell nur ein bis zwei Prozent des Gesamtumsatzes aus, mittelfristig könnte das Segment das jährliche Volumenwachstum des Konzerns jedoch spürbar ankurbeln. Neben der Elektroniksparte gilt der Weltraumsektor damit als entscheidender Faktor, um das angestrebte Gewinnwachstum von über zehn Prozent pro Aktie zu erreichen.
Parallel zur strategischen Ausrichtung überzeugt Linde weiterhin durch seine Ausschüttungspolitik. In dieser Woche markierte der 11. März den Ex-Dividenden-Tag für die anstehende Quartalszahlung von 1,60 US-Dollar je Aktie. Die jüngste Erhöhung um sieben Prozent markiert das 33. Jahr in Folge, in dem das Unternehmen seine Dividende gesteigert hat.
Diese Kontinuität spiegelt sich auch in den operativen Zahlen wider. Linde hat es geschafft, in 28 aufeinanderfolgenden Quartalen die Erwartungen der Analysten beim bereinigten Gewinn je Aktie zu übertreffen. Die UBS geht davon aus, dass die Stabilisierung der Industrienachfrage in Europa diesen Trend stützen wird.
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An der Börse wird diese operative Stärke honoriert: Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um über 16 Prozent zulegen. Mit einem Schlusskurs von 426,00 Euro am Donnerstag notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 436,00 Euro.
Der Markt preist derzeit ein moderates Gewinnwachstum ein, wobei zusätzliche Impulse aus dem Raumfahrtsektor in den nächsten fünf Jahren etwa zwei Prozent zum jährlichen Wachstum beitragen könnten. Am 26. März erfolgt die Auszahlung der aktuellen Dividende an die Aktionäre.
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