Italiens Wettbewerbsbehörde AGCM hat Ermittlungen gegen Sephora Italia und Benefit Cosmetics eingeleitet — zwei Marken aus dem LVMH-Portfolio. Der Vorwurf: unlautere Marketingpraktiken, die Minderjährige zum Kauf von Erwachsenenkosmetika animieren sollen. Für einen Konzern, der ohnehin unter Druck steht, kommt das zur Unzeit.
Im Fokus der AGCM stehen Kampagnen, die junge Konsumenten — teils über Mikro-Influencer in sozialen Medien — zum Kauf von Gesichtsmasken, Seren und Anti-Aging-Produkten bewegen sollen. Die Behörde sieht darin ein Gesundheitsrisiko, wenn Minderjährige ohne ausreichendes Bewusstsein für die Eignung solcher Produkte zum kombinierten Einsatz einer breiten Produktpalette animiert werden. LVMH teilte mit, vollumfänglich mit den Behörden zu kooperieren und die geltenden italienischen Vorschriften einzuhalten.
Die Ermittlung trifft LVMH in einer Phase gedämpfter Nachfrage. Morgan Stanley erwartet für das erste Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent im Segment Mode und Lederwaren. RBC geht für das Gesamtunternehmen von rund null Prozent organischem Wachstum im ersten Quartal aus — sieht für das Gesamtjahr 2026 aber dennoch einen Anstieg des operativen Gewinns um 1,6 Prozent, gestützt durch Preissetzungsmacht und Kostendisziplin. Beide Häuser haben ihre Kursziele zuletzt gesenkt.
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Die Aktie notiert mit rund 456 Euro knapp 30 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 652,80 Euro — und damit nahe ihrem 52-Wochen-Tief.
Auf der Hauptversammlung am 23. April stellt das Management eine Gesamtdividende von 13 Euro je Aktie zur Abstimmung. Gleichzeitig meldete LVMH Aktienrückkäufe bei der französischen Finanzaufsicht — Maßnahmen, mit denen der Konzern den Gewinn je Aktie auch in einem schwachen Umsatzumfeld stützen will. Die Quartalszahlen, die ebenfalls im April erwartet werden, dürften zeigen, wie stark der Gegenwind aus China und den USA tatsächlich ausfällt.
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