Starke Buchungszahlen, 68 Zusatzflüge im April und ein EBIT, das die eigene Prognose übertraf — und trotzdem verlor die TUI-Aktie seit Jahresbeginn fast ein Viertel ihres Wertes. Diese Schere zwischen operativer Stärke und Kursperformance ist das eigentliche Thema hinter den aktuellen Meldungen des Reisekonzerns.
TUI reagiert auf eine unerwartet starke Frühjahrsnachfrage mit kurzfristig aufgestockten Kapazitäten. Rund 10.000 zusätzliche Sitzplätze entstehen im April auf Verbindungen ab Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt und München — Ziele sind vor allem Mallorca, die Kanaren, Kreta und Rhodos.
Der Schritt passt zur übergeordneten Buchungslage: Fast 75 Prozent aller Sommerbuchungen 2026 entfallen auf europäische Destinationen, angeführt von Spanien und Griechenland nahezu gleichauf. Der Buchungsstand für den Sommer liegt bereits bei 55 Prozent — ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Neu im Programm ist zudem Sharm el Sheikh auf der Sinai-Halbinsel, wohin TUI mit der Wiedereröffnung eines eigenen Resorts Direktflüge aufnimmt.
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Mitte März gelang es TUI, alle Gäste aus Krisenregionen des Nahen Ostens zurückzuführen — ein belastender Faktor, der das Unternehmen temporär mit Flugannullierungen und umgeleiteten Kreuzfahrtschiffen beschäftigte. Der Fokus kehrt nun auf das Kerngeschäft zurück.
Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte TUI ein EBIT von 1,459 Milliarden Euro — ein Plus von 12,6 Prozent und damit oberhalb der eigenen Prognose von 9 bis 11 Prozent. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf 24,2 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung sank um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, die Verschuldungsquote fiel von 0,8x auf 0,6x des bereinigten EBIT.
Für 2026 erwartet TUI ein EBIT-Wachstum von 7 bis 10 Prozent. Allerdings spiegelt der Kurs diese Entwicklung bislang nicht wider. Mit rund 6,81 Euro notiert die Aktie deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von 8,05 Euro — ein Abstand von gut 15 Prozent.
Am 13. Mai legt TUI die Halbjahresergebnisse vor. Dann wird sich zeigen, ob die Kapazitätserweiterungen und die anhaltend starke Buchungslage auch in den Zahlen sichtbar werden — und ob das ausreicht, um den Kurs aus seiner aktuellen Schwächephase zu lösen.
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