OHB hat 2025 die Milliardenmarke geknackt — und denkt bereits größer. Der Bremer Raumfahrtkonzern legte am 19. März seinen testierten Jahresabschluss vor und verbuchte dabei Rekordwerte auf nahezu allen Ebenen. Wachstumstreiber ist nicht zuletzt die steigende Nachfrage aus Verteidigung und Raumfahrt, die sich in einem historisch hohen Auftragsbestand niederschlägt.
Die Gesamtleistung stieg 2025 um 21 Prozent auf 1,248 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erreichte mit 2,078 Milliarden Euro ein Allzeithoch, der Auftragsbestand kletterte auf 3,194 Milliarden Euro — ebenfalls ein historischer Höchststand. Das bereinigte EBITDA wuchs auf 126 Millionen Euro, nach 111 Millionen Euro im Vorjahr.
Den größten Anteil am Auftragsbestand hält das Segment Space Systems mit 2,508 Milliarden Euro. Dort sicherte sich OHB 2025 einen besonders prominenten Auftrag: Als Hauptauftragnehmer für die ESA-Mission LISA übernimmt das Unternehmen den Bau dreier Raumsonden, die in einem gleichseitigen Dreieck mit 2,5 Millionen Kilometern Seitenlänge Gravitationswellen messen sollen. Vertragsvolumen: 839 Millionen Euro.
Im Segment Access to Space läuft die Serienfertigung der Ariane-6-Flugmodelle 16 bis 42 an. Parallel dazu erschloss OHB neue Kundenbeziehungen als Zulieferer im kommerziellen US-Markt und im Verteidigungsbereich. Das Segment Digital verbuchte mit mehr als 250 Millionen Euro ebenfalls einen Rekordbeitrag beim Auftragseingang — getrieben von wachsender Nachfrage nach Satellitenbetrieb für militärische Anwendungen.
Für 2026 plant OHB eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent. 2027 sollen es 1,7 Milliarden Euro bei 12 Prozent Marge sein. Ab 2028 peilt das Management die Zwei-Milliarden-Marke an — gestützt durch massive Budgetentscheidungen auf ESA-Ebene (22,3 Milliarden Euro für 2026–2028), durch geplante deutsche Investitionen von 35 Milliarden Euro in militärische Weltrauminfrastruktur sowie durch den EU-Haushalt 2028–2034, der 131 Milliarden Euro für Resilienz, Verteidigung und Raumfahrt vorsieht. Die Dividende bleibt mit 0,60 Euro je Aktie stabil.
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Um die wachsende Nachfrage bedienen zu können, hat OHB bereits Produktionskapazitäten ausgebaut: OHB Sweden AB zog in einen größeren Fertigungsstandort um, das übernommene TechniSat-Werk in Schöneck produziert künftig Elektronikkomponenten in Serie. CEO Marco Fuchs bekräftigte zudem, dass ein Delisting nicht geplant ist.
Das Vergabeverfahren für das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4 läuft parallel — mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro wäre es das größte Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte. OHB tritt im Konsortium mit Rheinmetall und Airbus Defence and Space an und soll dabei Satellitenfertigung und Engineering verantworten.
Ob und wann der Zuschlag kommt, ist noch offen. Die Entscheidung zieht sich noch über mehrere Monate hin. Erschwerend kommt hinzu, dass die geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo den Wettbewerbsdruck erhöhen könnte. Ein Zuschlag würde die Wachstumspfade von OHB jedoch erheblich beschleunigen — und die Zwei-Milliarden-Prognose für 2028 womöglich schon früher Realität werden lassen.
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