Emma Aicher fehlte in der Abfahrt von Val di Fassa nur eine Hundertstelsekunde zum Sieg. Der zweite Platz katapultiert die Deutsche jedoch mitten in den Kampf um die Kristallkugeln. Sie rückt in der Abfahrts- und der Gesamtwertung gefährlich nah an die Spitze.
Die Lokalmatadorin Laura Pirovano feierte vor heimischem Publikum ihren ersten Karrieresieg. Die Italienerin setzte sich im 125. Weltcupstart knapp gegen Emma Aicher durch. Die Deutsche zeigte eine herausragende Leistung, besonders in den technisch anspruchsvollen Passagen.
Am Ende trennten sie nur 0,01 Sekunden von der Sensation. Dritte wurde die US-Amerikanerin Breezy Johnson. Kira Weidle-Winkelmann komplettierte den starken Tag für das deutsche Team mit Platz vier.
Das Rennen bekommt besondere Brisanz durch die Verletzung von Lindsey Vonn. Die bisher führende US-Amerikanerin muss die Saison vorzeitig beenden. Emma Aicher nutzte ihre Chance und holte in Val di Fassa massiv Punkte auf.
Ihr Rückstand in der Disziplinenwertung schrumpfte auf nur noch 14 Zähler. Damit hat die 22-Jährige ihr Schicksal komplett in der eigenen Hand. Experten zufolge reicht ihr bereits eine solide Platzierung in der nächsten Abfahrt, um die Führung zu übernehmen.
Auch im Kampf um den großen Kristallglobus mischt Aicher nun kräftig mit. Durch ihren Podestplatz reduzierte sie den Rückstand auf Gesamtführende Mikaela Shiffrin auf 139 Punkte. Shiffrin verzichtet in Val di Fassa auf Starts.
Aichers große Stärke ist ihre Vielseitigkeit. Sie zählt inzwischen sowohl in den Speed- als auch in den Technikdisziplinen zur Weltspitze. Könnte sie als Gesamtführende aus dem Wochenende gehen? Das würde den Druck auf Shiffrin vor den letzten Rennen enorm erhöhen.
Ein Kristallkugel-Erfolg wäre für den Deutschen Skiverband ein Meilenstein. Die letzte kleine Kugel gewann Viktoria Rebensburg 2018 im Riesenslalom. Den Gesamtweltcup holte zuletzt Maria Höfl-Riesch vor etwa 15 Jahren.
Aichers Entwicklung ist bemerkenswert. Nach zwei Olympia-Silbermedaillen beweist sie nun auch im Weltcup-Alltag Top-Konstanz. Expertin Viktoria Rebensburg analysiert: Shiffrin spüre bereits deutlich den Druck der herannahenden Konkurrenz aus Deutschland.
Bereits am Samstag folgt die nächste Abfahrt auf der La VolatA. Dort könnte Emma Aicher die Führung in der Disziplinenwertung endgültig übernehmen. Am Sonntag schließt ein Super-G das Speed-Wochenende ab.
Danach blickt die Ski-Welt gespannt auf das Weltcup-Finale in Lillehammer Ende März. Dort wird der dramatische Showdown zwischen Aicher und Shiffrin erwartet. Die Technikrennen in Norwegen entscheiden, wer die begehrten Kristallkugeln in die Höhe stemmen darf.
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