Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht und geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben die Stimmung an der Wall Street gestern deutlich eingetrübt. Während die Aktienkurse nachgaben, sprang der Volatilitätsindex VIX um mehr als 24 Prozent nach oben. Steht den Märkten nun eine längere Phase der Unsicherheit bevor?
Der Cboe Volatility Index (VIX) schloss am Freitag bei 29,49 Punkten – ein Plus von 24,17 Prozent. Zeitgleich verlor der S&P 500 1,33 Prozent. Besonders auffällig war die Verschiebung am Terminmarkt: Die VIX-Futures rutschten mit -5,52 Prozent tief in eine sogenannte Backwardation.
In diesem Zustand kosten kurzfristige Absicherungen deutlich mehr als Kontrakte mit längerer Laufzeit. Für Marktbeobachter ist dies ein deutliches Zeichen für akuten Stress im System. Anleger bewerten die Risiken der unmittelbaren Zukunft derzeit weitaus höher als die langfristige Unsicherheit.
Hintergrund der Nervosität war unter anderem der US-Arbeitsmarktbericht für Februar. Statt des erwarteten Stellenzuwachses von rund 60.000 Jobs meldete das Arbeitsministerium einen Verlust von 92.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote stieg parallel von 4,3 auf 4,4 Prozent.
Zusammen mit den steigenden Energiepreisen wächst bei Investoren die Sorge vor einem Stagflations-Szenario. In einem solchen Umfeld belasten schwaches Wirtschaftswachstum und gleichzeitig hohe Kosten die Unternehmensgewinne. Der gestiegene Ölpreis verschärfte die Abwärtsbewegung bei den Aktien zusätzlich.
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Angesichts der tiefen Backwardation und der schwachen Wirtschaftsdaten bleibt die Lage an den Aktienmärkten angespannt. Solange der Terminmarkt eine so deutliche Risikoprämie für die nahe Zukunft einpreist, dürften Absicherungsstrategien das Geschehen an der Wall Street weiter dominieren.
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