Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) und das Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) fusionieren. Ab dem 1. Juli 2026 treten sie als Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern (UPZ) auf. Der Zusammenschluss markiert den Höhepunkt eines jahrelangen Restrukturierungsprozesses.
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Die Fusion steht auf einem soliden Fundament: Beide Häuser meldeten für 2025 schwarze Zahlen. Die UPD verbuchte einen Gewinn von 22,9 Millionen Franken nach einem Verlust im Vorjahr. Das PZM erzielte 6,3 Millionen Franken Gewinn.
Diese Erholung war zwingend notwendig. Wegen massiver wirtschaftlicher Schwierigkeiten hatte der Kanton Bern einen Rettungsschirm von 52 Millionen Franken gespannt. Davon wurden nur 30 Millionen abgerufen. Weitere Tranchen sind nicht mehr nötig.
Das neue UPZ will Effizienz steigern. Dafür werden IT, Personalwesen und Finanzen gebündelt. Ab 2027 soll ein gemeinsames Qualitätsmanagementsystem die bisherigen Systeme ersetzen.
Geführt wird das Zentrum künftig von Barbara Schunk. Sie übernimmt 2026 die CEO-Rolle von Josef Müller, der die UPD in der Übergangsphase stabilisierte. Die rechtlichen Weichen für die Fusion stellte der Berner Regierungsrat bereits im Herbst 2025.
Der Weg zur Fusion war steinig. Beide Institutionen litten unter Fachkräftemangel, steigender Nachfrage und ungedeckten Behandlungskosten. Die Situation eskalierte 2024: Der UPD-Verwaltungsrat und der Geschäftsführer traten zurück.
Erst eine identische Besetzung der Schlüsselpositionen in beiden Verwaltungsräten brachte wieder Stabilität. Der Kanton Bern als Alleinaktionär sah in der Fusion die einzige langfristige Lösung für die strukturellen Probleme.
Zunächst bleibt alles an den beiden Standorten Bern und Münsingen. Doch das soll keine Dauerlösung sein. Im Herbst 2026 startet eine Machbarkeitsstudie. Sie prüft eine mögliche Standortkonzentration.
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Gesundheitsexperten diskutieren, den gesamten Betrieb künftig an einem Ort zu bündeln. Bis ein solcher moderner UPZ-Campus Realität wird, dauert es aber. Mit einer Eröffnung ist nicht vor 2034 zu rechnen.
Die Fusion spiegelt einen gesamtschweizerischen Konsolidierungstrend wider. Angesichts explodierender Kosten und Fachkräftemangel bauen Kantone Doppelstrukturen ab.
Für Patienten bedeutet der Schritt zunächst Stabilität. Die Angst vor Therapieplatz-Abbau ist gebannt. Fachverbände hoffen, dass spezialisierte Angebote besser koordiniert und Wartezeiten verkürzt werden können.
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