Nach dem Scheitern der Fusionsgespräche mit Rio Tinto sucht Glencore eine neue strategische Richtung. Der Bergbaukonzern prüft nun ein Zweitlisting an der australischen Börse – und gibt damit einen deutlichen Hinweis darauf, wo das Unternehmen künftig Wachstumspotenzial sieht.
Laut einem Bericht der Australian Financial Review zieht CEO Gary Nagle ein zusätzliches Listing an der Australian Securities Exchange (ASX) in Betracht – allerdings nur, wenn es sich als strukturell vorteilhaft erweist. Der Gedanke dahinter: Ein ASX-Listing würde den Zugang zu australischen Investoren öffnen und lokalen Marktteilnehmern eine Alternative zu den bereits dort notierten Bergbauriesen Rio Tinto und BHP bieten.
Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Glencore will zunächst den Dialog mit den eigenen Aktionären suchen und externe Beratung einholen. Gegenüber Reuters lehnte das Unternehmen jeden weiteren Kommentar ab.
Der Schritt folgt auf einen bewegten strategischen Herbst und Winter. Im Februar 2026 endeten die Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss mit Rio Tinto ergebnislos. Glencore wertete die angebotenen Konditionen als zu niedrig für das eigene Kupfergeschäft; Rio Tinto sah seinerseits keinen ausreichenden Mehrwert für die eigenen Aktionäre.
Bereits im August 2025 hatte das Management entschieden, das Hauptlisting nicht von London in die USA zu verlegen – zu hoch waren die erwarteten Kosten und regulatorischen Reibungsverluste. Derzeit hält Glencore neben dem Londoner Hauptlisting ein Zweitlisting in Johannesburg; eine frühere Notierung in Hongkong hatte das Unternehmen bereits 2018 aufgegeben.
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Neben den strukturellen Überlegungen liegen auch neue Produktionsdaten vor. Im Geschäftsjahr 2025 brach die Ferrochrom-Produktion um 63 Prozent auf 436.000 Tonnen ein – Folge von Anlagenschließungen, die seit April 2025 wegen hoher Energiekosten und verschärftem Wettbewerb notwendig wurden. Auch bei den Basismetallen insgesamt, allen voran im strategisch wichtigen Kupferbereich, verfehlte der Konzern die eigenen Zielvorgaben knapp um ein Prozent.
Trotz dieser operativen Schwächen hat sich die Aktie im Zwölfmonatszeitraum mehr als verdoppelt und notiert derzeit knapp unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs bei 6,13 Euro. Das Listing-Vorhaben ist kein Krisenzeichen, sondern Ausdruck einer Suche nach der nächsten Wachstumsgeschichte – deren Konturen sich spätestens nach der geplanten Aktionärskonsultation klarer abzeichnen dürften.
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