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ATX-Trends: Verbund, Marinomed, Erste Group, RBI, Addiko, AT&S ....

Klar befestigt konnte gestern die heimische Börse schliessen, der ATX erzielte einen Anstieg von 0,5%. Mangels makroökonomischer Daten rückten die wenigen Nachrichten und Ergebnisse einzelner Unternehmen in den Blickpunkt des Interesses. Der Faserhersteller Lenzing hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2021 angehoben, aufgrund der sehr positiven Entwicklung des ersten Halbjahres wird der Gewinn mindestens auf einem Niveau von 360 Millionen Euro erwartet. im ersten Halbjahr hat sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen nach vorläufigen Zahlen mit 217,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt, was so nicht erwartet worden war, die Aktie konnte gestern um 5,8% nach oben klettern. Der Öl- und Gaskonzern OMV hat im ersten Halbjahr sein operatives Ergebnis vor Sondereffekten, bereinigt um Lagerhaltungseffekte, um 157 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro gesteigert und damit auf Rekordhöhe angehoben, auf ein Allzeithoch sprang mit 3,44 Milliarden Euro (+171 Prozent) auch der Cashflow aus der Betriebstätigkeit, trotz dieses Zahlenwerks, das in Summe besser als erwartet war, zeigten sich die Anleger wenig begeistert, der Titel konnte lediglich eine kleine Verbesserung von 0,3% erzielen. Sehr volatil verläuft weiter der Handel in Marinomed, das Biotechnologieunternehmen musste nach dem Kurssprung des Vortages wieder 5,8% abgeben, allerdings war an beiden Tagen das Handelsvolumen sehr gering. Gemischt und mit wenig Veränderung verlief der Handel bei den großen heimischen Banken, die Bawag konnte einen weiteren Zuwachs erzielen und 0,3% fester schliessen, die Erste Group und die Raiffeisen mussten gestern jeweils 0,5% nachgeben, für die kleinere Addiko Bank ging es gleich um 1,7% nach unten. Vor der Zahlenpräsentation am Ende der Woche zeigten sich die Anleger bei Palfinger zurückhaltend, der Kranhersteller war mit einem Minus von 2,0% einer der schwächsten Titel des Handels zur Wochenmitte. Gut nachgefragt war S Immo mit einem Anstieg von 2,6%, auch für Frequentis ging es zur Abwechslung wieder nach oben, der Softwareanbieter konnte um 2,5% vorrücken. Einen guten Tag hatte die EVN, der Versorger schloss mit einem Anstieg von 2,5%, und AT&S konnte von der Erholung des Technologiesektors profitieren und sich über eine 2,0% höhere Schlussnotierung freuen.

AMAG
Heute veröffentlichte der heimische Aluminiumhersteller AMAG seine Zahlen zum 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres Q2/2021. Aufgrund eines deutlich höheren Aluminiumpreisniveaus (Anstieg um 57,9 % auf 2.407 USD/t) sowie gestiegener Prämien und einem höheren Absatzvolumen konnte die AMAG Gruppe im zweiten Quartal 2021 einen Umsatz von 343,9 Mio. EUR erwirtschaften, welcher wiederum um 58,1 % klar über dem Vorjahresniveau (2. Quartal 2020: 217,5 Mio. EUR) liegt. Die gesamte Absatzmenge (extern und intern) der AMAG-Gruppe erhöhte sich im Quartalsvergleich zu Q2/2020 von 103.600 Tonnen auf 127.600 Tonnen. Das verzögerte Auslaufen eines Schiffs in Kanada Ende März dieses Jahres (siehe Quartalsbericht Q1/21), konnte letztendlich die Absätze im 2. Quartal 2021 zusätzlich mit rund 11.000 Tonnen positiv beeinflussen. Das EBITDA lag mit 63,3 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 22,9 Mio. EUR. Die erfreuliche Nachfrageentwicklung in fast allen für die AMAG relevanten Industriebereichen sowie ein solider Aluminiumpreis bei zugleich niedrigen Rohstoffkosten sind die Hauptgründe für diese Entwicklung. Die Absätze in allen drei operativen Segmenten (Metall, Walzen und Gießen) konnten gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres deutlich gesteigert werden. Die Abschreibungen von 20,7 Mio. EUR im zweiten Quartal 2021 lagen um 0,1 Mio. EUR über den Abschreibungen des Vergleichszeitraumes 2020. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) der Gruppe betrug im zweiten Quartal des laufenden Jahres 42,6 Mio. EUR; es war damit um 40,5 Mio. EUR über dem Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahres von 2,1 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern spiegelt mit 29,8 Mio. EUR die positiven Entwicklungen im zweiten Quartal 2021 wider und lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vergleichszeitraum 2020: 0,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug im zweiten Quartal 2021 0,85 EUR (Vergleichszeitraum 2020: 0,03 EUR). 
Q2/21: Umsatz:  € 343,9 Mio. (Vj.: €217,5 Mio.); EBITDA: € 63,3 Mio. (Vj.: €22,9 Mio.); EBIT: € 42,6 Mio. (Vj.: €2,1 Mio.); Nettoergebnis: € 29,8 Mio. (Vj.: €0,9 Mio.)


Verbund
Das heimische Elektrizitätsversorgungsunternehmen Verbund berichtete heute seine Zahlen zum Q1- Q2/21. Der Umsatz ging erneut deutlich um 41,6% von € 1.714 Mio. im vorjährigen Halbjahr H1/2020 auf € 1.001,4 Mio. zurück. Einerseits wirkten sich die erfolgswirksam erfasste Bewertung der Stromderivate, resultierend aus dem starken Anstieg der Großhandelspreise für Strom deutlich negativ auf die Stromerlöse und demnach auch auf den Konzernumsatz der Verbund aus. Anderseits jedoch verzeichnete die Verbund bei den Netzerlösen in den Quartalen 1–2/2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres einen Anstieg von €31,2 Mio. auf €282,1 Mio. Dieser Anstieg ist maßgeblich auf einen Erlösanstieg in der Ausgleichsenergieverrechnung sowie auf höhere nationale Tariferlöse zurückzuführen, die aus Mengeneffekten resultierten. Das EBITDA der Verbund stieg um 2,5% auf €654,9 Mio. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 6,0 Mio. € auf 195,3 Mio. €. Dies ist neben der Erstkonsolidierung der Gas Connect Austria GmbH insbesondere auf das gestiegene Investitionsvolumen zurückzuführen. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sank um 1,5 Mio. € auf 23,8 Mio. €. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Ergebnisbeiträge der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft in Höhe von 24,3 Mio. € (Q1–2/2020: 25,8 Mio. €). Nach Berücksichtigung eines Effektivsteuersatzes in Höhe von 23,6% und der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 46,0 Mio. € ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von 324,5 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 4,5% im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,93 € (Q1–2/2020: 0,89 €) bei einer Aktienstückzahl von 347.415.686 Stück.  
Q1-Q2/21: Umsatz: €1.001,4 Mio. (Vj.: €1.714,0 Mio.); EBITDA: €654,9 Mio. (Vj.: €639,0 Mio.); Konzernergebnis: €324,5 Mio. (Vj.: €310,4 Mio.)

 



(29.07.2021)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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