Auch die Wiener Börse musste zum Wochenauftakt einen deutlichen Verlust hinnehmen, der ATX endete mit einem Minus von 2,1%. Auch in Österreich dominierten die Sorgen um die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus, es gab keine Entlastung von der makroökonomischen Seite, da gestern keine wichtigen Konjunkturdaten in Europa veröffentlicht wurden. Ansonsten gab es nur wenige Neuigkeiten von den einzelnen Unternehmen, der Aluminiumkonzern Amag Konnte wegen einer anhaltend positiven Marktentwicklung im Primär-Alu-Bereich seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr anheben, der operative Gewinn vor Abschreibungen wird nun zwischen 155 und 175 Millionen Euro erwartet, statt wie bisher zwischen 125 bis 140 Millionen Euro, das brachte dem Titel gestern einen Anstieg von 1,1%. Die Österreichische Post veröffentlichte durchaus positive vorläufige Zahlen, der Umsatz stieg bis Juni um 28,4 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Das Unternehmen profitiert weiter vom hohen Volumen im Paketbereich und auch von der Vollkonsolidierung ihrer türkischen Gesellschaft Aras Kargo, die Aktie musste gestern dennoch 2,3% nachgeben. Die Deutsche Bank hob das Kursziel für die Erste Group von 31,0 Euro auf 33,0 Euro an, beliess aber die Einstufung unverändert auf Halten, das Finanzinstitut musste dennoch 3,1% nachgeben. Auch für die beiden anderen großen Banken ging es nach unten, die Bawag verzeichnete eine Minus von 2,5%, für die Raiffeisen gab es einen Rückgang von ebenfalls 2,5%. Die Ölwerte litten unter den schwächelnden Rohölpreisen auf Grund der Anhebung der Fördermenge in den OPEC-Staaten, die OMV musste ebenso wie Schoeller-Bleckmann mit einem Minus von 3,8% schliessen. Schwächster Titel des Tages war FACC, der Flugzeugausrüster wurde von der europaweiten Schwäche der Branche voll getroffen und rutschte um 8,2% nach unten. Auch für Semperit brachte der Tag wenig Erfreuliches, der Gummikonzern musste mit einer 6,3% schwächeren Notierung aus dem Handel gehen. Einer der wenigen Gewinner des gestrigen Tages war Rosenbauer, für den Feuerwehrausstatter brachte der Handel ein Plus von 2,4%, auch Frequentis konnte sich von den deutlichen Abgaben letzten Freitag erholen und um 1,2% befestigt schliessen.
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