Die heimische Börse musste zum Wochenausklang die neun Tage andauernde Gewinnserie beenden, der ATX endete mit einem leichten Minus von 0,2%. Nach einem freundlichen Start hatte der Index am Vormittag ins Minus gedreht, kehrte nach Vorlage von wichtigen US-Daten wieder in den grünen Bereich zurück, büßte letztlich aber alle Verlaufsgewinne wieder ein. Vor allem die gegen Ende hin immer deutlicheren Abgaben der schwergewichteten heimischen Banken belasteten den Leitindex, die Erste Group erlebte einen wechselhaften Verlauf und konnte sich mit einem Minus von 0,1% noch am besten halten, die Raiffeisen musste 1,2% abgeben und für die Bawag ging es um 1,6% nach unten. Signifikante Impulse zu Einzelwerten blieben zum großen Teil aus, lediglich Analystenstimmen sorgten für einige Bewegung bei Einzeltiteln. Die Credit Suisse erhöhte das Kursziel für die OMV von 40,0 Euro auf 47,0 Euro und bestätigte die Einstufung als „Outperform“, der Mineralölkonzern musste dennoch 0,5% tiefer schliessen. Gleich zwei Analystenstimmen gab es zu Lenzing, die Erste Group erhöhte das Kursziel von 46,4 Euro auf 87,5 Euro und bestätigte die Einstufung als „Hold“, die Berenberg Bank erhöhte das Kursziel von 70,0 Euro auf 85,0 Euro, die Einstufung wurde gleichfalls bei „Hold“ belassen, der Faserhersteller konnte sich um 2,5% verbessern. Gewinner des Tages war Porr, der Baukonzern konnte ohne signifikante Neuigkeiten um 4,4% nach oben springen, auch Palfinger war stark, für den Kranhersteller gab es einen Anstieg von 3,4%. Gegen den Sektorentrend zulegen konnte die kleinere Addiko Bank, das vor allem in Südosteuropa tätige Kreditinstitut konnte den Tag mit einem Zuwachs von 3,0% beenden. Gut nachgefragt war auch der Verbund mit einem Anstieg von 3,0%, auch Agrana war gesucht und erzielte einen Zuwachs von 2,8%. Weiter im Aufwärtstrend befindet sich Kapsch TrafficCom, für den Mautsystemanbieter brachte der Handel am Freitag eine zusätzliche Verbesserung von 2,5%. Die Liste der Verlierer wurde von AT&S angeführt, der Halbleiterhersteller musste trotz des positiven Sektorentrends in Europa ein Minus von 3,0% hinnehmen. Verkauft wurde auch CA Immo, für den Immobilienkonzern ging es um 2,4% nach unten, und auch voestalpine und Do & Co waren nur wenig beliebt, diese beiden Titel mussten jeweils 1,8% nachgeben.
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