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ATX-Trends: A1 Telekom Austria, Post, Porr, CA Immo, Andritz ...

Der heimische Markt hat gestern mit Verlusten geschlossen, der ATX musste 0,9% leichter aus dem Handel gehen. Spezifische makroökonomische Nachrichten für Österreich gab es nicht, es rückten Unternehmensnachrichten in den Fokus. Die Telekom Austria präsentierte am Vorabend die Ergebnisse, dabei wurde ein Umsatzrückgang von 0,9% bekannt gegeben, allerdings war das Nettoergebnis um 4,6% gestiegen. Der Konzern sieht sich trotz der Roamingausfälle durch Corona und die Wechselkursschwankungen bei Tochtergesellschaften in Südosteuropa gut aufgestellt, nicht zuletzt wegen der massiven Entschuldung der vergangenen Jahre, dennoch musste der Titel schlussendlich 0,5% abgeben, nachdem er über weite Strecken des Tages im positiven Bereich gehandelt hatte. Post-Chef Georg Pölzl stellte in Istanbul die weiteren Pläne bei dem türkischen Tochterunternehmen Aras Kargo vor, eine Milliarde türkische Lira werden in den nächsten fünf Jahren investiert, 200 Millionen Lira bereits nächstes Jahr, das brachte die Aktie 1,4% nach oben. Porr musste hingegen 3,4% nachgeben, die Errichtergesellschaft des Brenner Basistunnels streitet mit einem vom Konzern angeführten Konsortium rund um einen 966 Millionen Euro schweren Teilauftrag für den Tunnel, laut Medienberichten könnte der zuletzt avisierte Fertigstellungstermin 2030 dadurch wackeln. Die CA Immo begibt einen 350 Millionen Euro schweren festverzinslichen, nicht nachrangigen, unbesicherten Green Bond, der Nettoerlös soll für künftiges Wachstum, eine Optimierung der Finanzierungsstruktur und für allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt werden, für die Aktie ging es gestern 1,0% nach unten. Andritz konnte 1,4% höher schliessen, der Grazer Maschinenbauer zog einen Großauftrag in Kanada an Land, bei der Hydro-Quebec, die man bereits in den 1960er-Jahren ausgestattet hatte, werden voraussichtlich alle 14 Turbinen-Generator-Einheiten zu je 54 Megawatt im Kraftwerk Carillon am Ottawa River neu ausgerüstet, der Auftragswert dürfte allein für die ersten sechs Stück rund 150 Millionen betragen, obwohl über den genauen Preis Stillschweigen vereinbart wurde. Unterschiedlich verlief der Tag für die Banken, die Bawag konnte 1,0% zulegen, die Erste Group musste 1,3% abgeben, für die Raiffeisen gab es ein Minus von 1,4%. Gut nachgefragt war auch Mayr-Melnhof mit einem Plus von 1,1%, Verlierer des Tages nach Porr war Rosenbauer, für den Feuerwehrausrüster brachte der Handel einen Rückgang von 3,0%.



(22.10.2020)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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