Gedanken nach einer harten bwin-Woche (Christian Drastil)

Liebe be24.at-Leser!

Nach einer extrem dichten bwin-Woche muss mal vor den Lesern der imaginäre Hut gezogen werden.

Ja, wir sind geoutete bwin-Optimisten
Ja, wir haben im BE-Musterdepot eine hohe Gewichtung
Ja, wir sind ytd mit dieser Position kräftig im Minus.

Aber: NICHT EIN LESER-MAIL mit einem Vorwurf.

Nun, wir halten Kritik schon aus, wir lehnen uns mit einem öffentlichen Musterdepot auch stärker aus dem Fenster als Medien, die sich nicht messen lassen, aber immer wieder ihre positiven Tipps hervorkehren. Wir holen uns gerne Lob und Watsch`n ab. Das gehört dazu.

Ausserdem haben wir gerade in der bwin-Krise einen Börse Express-Aboschub, dass es nur so kracht. Danke für das Vertrauen. Wir wollen uns weiter bemühen, als Intraday-Medium möglichst fachlich fehlerfrei zu bleiben, die Fazits werden ja sowieso als "subjektiv" eingestuft, was für die Reife des Markets spricht. Gerade im Wettrechts-Wahnsinn der vergangenen Tage war das eine permanente Gratwanderung.

Unglaublich, wieviele Falschmeldungen zu lesen waren. Diese haben auch uns intraday stark verunsichert. Es macht immer einen Unterschied, ob man für sein eigenes Depot entscheiden muss, oder die Verantwortung für eine "Breite Masse"-Info übernehmen muss. Ein BE-Mailing lesen immerhin knapp 7.000 Personen.

Die Reaktion der (hochgeschätzten) aktien-online.at-Community auf die Meldung, dass die Gismo-Stiftung bei bwin unter 5% gerutscht ist, war okay. Es war vorwiegend Positives zu Gismo und Martin Begsteiger zu lesen. Man kann sich dem nur anschliessen, auch wenn er seit einem halben Jahr nicht mehr erreichbar war. Diesem Mann sollte eine Art bwin-Denkmal errichtet werden. Weil er bwin entdeckt hat. Was später passiert ist, wissen wir nicht.

Dazu passt eine Aussage eines Fondsmanagers, den ich diese Woche zu bwin befragte: "Ich bin bei bwin immer falsch gelegen, also sag ich jetzt auch nicht, ich habs schon immer gewusst". Gross.

Stay tuned.


(11.08.2006)

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Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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