Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat sich gestern Mittwoch mit einer schwächeren Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX schloss mit minus 0,73 Prozent auf 5.809,61 Punkten. An den europäischen Leitbörsen gab es zur Wochenmitte Kursrückgänge zu sehen. Die Finanzmärkte werden unverändert von den Meldungen zum Nahost-Konflikt und zur Straße von Hormuz beeinflusst. Einmal dominieren Hoffnungen, dann wieder Enttäuschungen, und so bleibt die Nervosität laut Experten erhöht, auch weil die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA noch in der Schwebe sind. Immerhin hat US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand verlängert. Trotz des phasenweisen Optimismus an den Finanzmärkten wirken sich der Nahost-Konflikt und vor allem die Seeblockade negativ auf die Weltwirtschaft aus.
Mit Zahlenvorlagen rückten in Wien Telekom Austria und EuroTeleSites ins Blickfeld. Zudem wurde die Aktie der Erste Group zur Wochenmitte ex Dividende gehandelt. Die Telekom Austria Gruppe hat dank starkem Wachstum in Ost- und Südosteuropa im ersten Quartal mehr Umsatz und Gewinn verbucht. Auch die Zahl der Mobilfunkkunden legte deutlich zu. Die Telekom-Aktie reagierte mit plus 3,2 Prozent. Laut Analysten lagen die Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel vom Umsatz- bis zum Ergebnisausweis über den Markterwartungen. Die Telekom-Austria-Schwester EuroTeleSites, in der die Mobilfunkmasten gebündelt sind, steigerte den Umsatz im ersten Quartal. Hier zogen die Anteilsscheine zum Sitzungsende um 5,5 Prozent hoch. Der Umsatzausweis lag nach Einschätzung im Rahmen der Erwartungen, der Nettogewinn überraschte aber positiv. Die Papiere der Erste Group fielen um 0,9 Prozent beziehungsweise 90 Cent. Als Dividende wurden 75 Cent je Aktie ausgeschüttet. Abwärts ging es auch mit den Branchenkollegen. Raiffeisen Bank International verbilligten sich um ein Prozent und die Aktionäre der Bawag mussten ein Minus in Höhe von 2,5 Prozent verbuchen. Die AT&S-Titel haben ihren jüngsten Höhenflug etwas eingebremst und fielen um 1,2 Prozent. Seit dem Jahresbeginn haben die Aktien des Leiterplattenherstellers in Summe etwa 174 Prozent gewonnen. OMV -Papiere legten um 0,2 Prozent zu. Die rumänische OMV-Tochter Petrom und ihr Partner RNV Infrastructure beginnen mit dem Bau von drei Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt (MW). Die Stromproduktion der genehmigten Projekte soll ab dem ersten Halbjahr 2027 schrittweise anlaufen. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO gewann 5,3 Prozent. Verbund-Anteilsscheine legten 1,6 Prozent zu. In einem schwachen Luftfahrt- und Reisesektor fielen FACC um 2,9 Prozent."
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