Eine aktuelle Analyse rüttelt an einem Grundpfeiler der Arthrose-Therapie. Die Studie deutet darauf hin, dass Bewegung Schmerzen oft nur gering und kurzfristig lindert. Diese Woche veröffentlichte das Fachmagazin „RMD Open“ die umstrittenen Ergebnisse.
Ein internationales Forscherteam, unter Leitung der Hochschule Bochum, wertete dafür mehrere Übersichtsstudien aus. Die Daten von über 12.000 Arthrose-Patienten flossen in die sogenannte „Umbrella-Review“ ein. Das Fazit der Wissenschaftler: Die Effekte auf Schmerz und Gelenkfunktion seien wahrscheinlich nur gering und nicht von Dauer.
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Die neuen Erkenntnisse stehen im Kontrast zu anderen großen Studien. Erst im Oktober 2025 kam eine Meta-Analyse im „British Medical Journal“ zum gegenteiligen Schluss. Sie bestätigte anhand von 217 Studien die positive Wirkung von Bewegung, besonders von Walking oder Schwimmen. Die wissenschaftliche Debatte ist also keineswegs entschieden.
Experten betonen, dass das Gesamtbild gemischt bleibt. Die Diskussion über den Nutzen von Bewegungstherapie muss differenziert geführt werden.
Die grundlegende Logik hinter der Bewegungstherapie bleibt bestehen. Der geschädigte Gelenkknorpel wird wie ein Schwamm durch Be- und Entlastung ernährt. Zudem stärkt gezieltes Training die stabilisierende Muskulatur rund um das Gelenk.
Aktuelle deutsche Leitlinien zur Kniearthrose, die Ende 2025 aktualisiert wurden, heben Bewegung weiterhin als Kernelement hervor. Sie setzen auf die Eigeninitiative der Patienten.
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Sollten Patienten nun auf Sport verzichten? Eher nicht. Die Deabtte unterstreicht die Notwendigkeit eines individuelleren Ansatzes. Viele alternative Therapien wie Kinesiotape haben eine noch schwächere wissenschaftliche Basis.
Die Studie könnte helfen, Erwartungen zu justieren. Bewegung ist wahrscheinlich kein Allheilmittel, aber ein fundamentaler Baustein. Ein Gesamtkonzept kann Gewichtsmanagement, Ernährung und bei Bedarf Medikamente umfassen.
Die kontroverse Studie wird die Forschung weiter antreiben. Künftig dürfte der Fokus stärker auf maßgeschneiderten Trainingsplänen liegen. Welche Art Bewegung hilft wem am besten?
Für Millionen Arthrose-Patienten bleibt die Botschaft klar: Eine enge Absprache mit Arzt und Physiotherapeut ist entscheidend. Nur so lässt sich eine passende Strategie für mehr Lebensqualität finden.
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