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ATX-Trends: ams-Vorstand beschließt Privatplatzierung von Wandelanleihen (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)


  • Nicht ganz das erwartete Ergebnis brachte die Wahl in Deutschland. Angela Merkels Union war zwar wie erwartet stimmenstärkste Partei, die Verluste waren aber höher als im Vorfeld angenommen. Insgesamt ein Denkzettel für die große Koalitionen, es wird jetzt befürchtet, dass es einige Zeit bis zur Bildung einer neuen Regierung brauchen könnte. Am Freitag waren die Börsen eher verhalten, im Vorfeld der Wahlen und angesichts einer erneut schärferen Wortwahl in der Nordkorea-Krise. Ein höher als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex in der Eurozone konnte auch nicht wirklich für Stimmung sorgen. Der EuroStoxx50 schloss zwar auf dem höchsten Stand seit drei Monaten, legte aber lediglich 0,05% zu. Einzig der Londoner Index war deutlich stärker mit plus 0,6%, hier half das gegen Euro und Dollar schwächere Pfund. Branchenindices zeigten ebenfalls kaum Bewegung, am stärksten war die Reisebranche mit 0,4% Zugewinn, am schwächsten waren Finanzdienstleister mit 0,2% Abschlag. Im Blickpunkt war die Aktie von L’Oreal, die 2,4% zulegte. Nach dem Tod von Liliane Bettencourt wurden Spekulationen über den Anteil von Großaktionär Nestle neu angeheizt.  Aktien von Nokia gaben 1,4% ab, nachdem Exane BNP die Aktie auf „underperform“ abgestuft hatte. Das Gegenteil widerfuhr AstraZeneca, Bernstein stufte die Aktie auf „outperform“ auf worauf der Titel rund 3,0% zulegte. Die kommende Woche dürfte von den Makrodaten her eher ruhig werden, heute steht der deutsche Ifo-Index am Programm, am Dienstag folgen die deutschen Inflationszahlen und am Freitag diejenigen der Eurozone und in Frankreich.
     
  • Der ATX glänzte mit einer besonderen Nachricht: obwohl der Tageszuwachs lediglich 0,3% betrug stieg das österreichische Börsenbarometer erstmals seit 2008 über 3.300 Punkte. Es war dennoch ein eher ruhiger Tag, sowohl vom Umsatz als auch von den Unternehmensnachrichten her. Gesucht war OMV , der Ölkonzern konnte 2,6% zulegen. Auch Schoeller-Bleckmann zählte zu den Favoriten und schloss 0,4% höher. Unterschiedlich entwickelten sich die Bankentitel, Raiffeisen konnte um 0,6% anziehen, die ErsteGroup musste hingegen mehr als 1,5% abgeben. RHI profitierte von einer deutlichen Anhebung des Kurszieles durch die RCB und legte stolze 2,9% zu.
     
  • Ausgebremst durch das erneute Auflodern des Nordkorea-Konfliktes wurden auch die Börsen in den USA, die großen Indices traten auf der Stelle und schlossen nahezu unverändert. Apple setzte den Abwärtstrend fort und gab weitere 1,3% ab, damit wurde ein geläufiges Muster wiederholt. Vor der Präsentation eines neuen i-Phones ziehen die Kurse an, danach muss die Aktie wieder abgeben. Die bevorstehende Einigung zwischen T-Mobile US und Sprint liess die Kurse erneut anziehen, besonders beeindruckend war Sprint mit 6,1% Tagesgewinn. Auch Verizon stieg um knapp 2,0%.First Solar profitierte von einer Entscheidung der Internationalen Handelskommission, wonach Billigimporte schaden und das Unternehmen dem US-Präsidenten Strafzölle vorschlagen darf. Das bescherte dem Solaranlagen-Hersteller ein Plus von 5,6%. In den USA gibt es etwas mehr an Makrodaten als in Europa, am Dienstag werden die Verkäufe neuer Häuser sowie der Case-Shiller Indexgemeldet, am Mittwoch folgen die langlebigen Wirtschaftsgüter, am Donnerstag die BIP-Zahlen und am Freitag die Zahlen zu den persönlichen Ausgaben, der Chicago-Einkaufsmanagerindex und der Michigan Sentiment Index.
     
  • Die Ölpreise konnten am Freitag leicht zulegen, Brent schloss knapp 0,8% höher, WTI legte rund 0,2% zu. Gold konnte sich von den Vortagsverlusten leicht erholen und handelte relativ stabil knapp unter der Marke von 1.300 US-Dollar. Relativ volatil verhielt sich der Euro zum US-Dollar, nachdem im Tagesverlauf kurz die 1,20 Marke zum US-Dollar überschritten worden war kam die Gemeinschaftswährung wieder zurück und handelte zum Wochenausklang bei rund 1,195 US-Dollar.
     
  • Vorbörslich sind die europäischen Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der Makroseite steht der ifo-Index heute im Fokus. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.
     

Unternehmensnachrichten

ams

 
gibt bekannt, dass der Vorstand heute mit Einverständnis des Aufsichtsrats die Privatplatzierung von vorrangigen, unbesicherten Wandelanleihen (die "Anleihen") im Gesamtnominal von USD 350 Mio. (die "Platzierung") mit einer Laufzeit bis 2022 und einer Stückelung von je USD 200.000 beschlossen hat. Die Anleihen sind grundsätzlich auf Basis des bedingten Kapitals der Gesellschaft in neue, nennwertlose Inhaber-Stammaktien wandelbar. Bezugsrechte bestehender Aktionäre von ams wurden ausgeschlossen.

Die Anleihen werden eine Laufzeit von fünf Jahren haben und zu 100 Prozent ihres Nennwerts ausgegeben und - sofern nicht gewandelt - zurückgezahlt werden. Der Kupon der Anleihen wird zwischen 0,625 Prozent und 1,125 Prozent per annum liegen und halbjährlich nachschüssig zahlbar sein. Die Wandelprämie wird, umgerechnet in USD zum aktuellen Wechselkurs, zwischen 47,5 Prozent und 52,5 Prozent über dem Referenzkurs, der dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Aktien auf der SIX Swiss Exchange zwischen Vermarktungsbeginn und der
Preissetzung der Platzierung entspricht, liegen. Die Preissetzung wird voraussichtlich im Verlaufe des heutigen Tages im Anschluss an ein
beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren vollzogen, die Begebung wird voraussichtlich am oder um den 28. September 2017 erfolgen.

ams ist berechtigt, die Wandelanleihe entsprechend den Anleihebedingungen zum Nennwert (zuzüglich Stückzinsen) zurückzuzahlen, sofern weniger als 20 Prozent des ursprünglichen Gesamtnennwerts ausstehen. 


Der Nettoerlös der Anleihenemission wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.



(25.09.2017)



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Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

>> https://www.wienerprivatbank.com


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