Der Automobilkonzern Stellantis setzt in Nordamerika auf eine strikte Konsolidierung seiner Führungsstruktur. Nach dem kurzfristigen Rücktritt der Chrysler-Chefin Chris Feuell übernimmt Dodge-CEO Matt McAlear ab sofort die Leitung von insgesamt drei Konzernmarken. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der der Konzern auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt mit erheblichen operativen Herausforderungen kämpft.
Mit der Ernennung von Matt McAlear fasst Stellantis die Führung von Chrysler, Dodge und Alfa Romeo in Nordamerika unter einer einheitlichen Leitung zusammen. Während Chris Feuell das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt, soll McAlear die Abläufe innerhalb der nordamerikanischen Segmente und des Premium-Bereichs straffen.
Diese personelle Rochade ist eine Reaktion auf die angespannte Marktlage. Besonders die Marke Alfa Romeo steht unter Druck, nachdem die Verkaufszahlen in Nordamerika im Kalenderjahr 2025 um deutliche 36 Prozent eingebrochen sind. Durch die Zusammenlegung der Führungspositionen strebt der Konzern effizientere Entscheidungswege und eine bessere Abstimmung zwischen den Marken an.
Die Lage bei Chrysler stellt sich derzeit stabil, aber wenig dynamisch dar. Die Verkäufe traten zuletzt auf der Stelle, was Marktbeobachter vor allem auf das begrenzte Produktportfolio zurückführen. Aktuell stützt sich die Marke fast ausschließlich auf die Minivan-Modelle Pacifica und Voyager.
Kann die neue personelle Aufstellung die nötige Dynamik entfalten, bevor neue Modelle marktreif sind? Eine aktualisierte Version des Pacifica wird erst für das Jahr 2027 erwartet. Bis dahin muss die neue Führung den Absatz mit dem bestehenden Portfolio sichern und gleichzeitig die operative Wende bei Alfa Romeo einleiten.
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Die strategischen Unsicherheiten und die schwache Absatzentwicklung spiegeln sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 6,18 Euro und notiert damit nur noch knapp über dem aktuellen 52-Wochen-Tief von 6,17 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 36,6 Prozent.
Die Bündelung der Markenverantwortung unter Matt McAlear verdeutlicht den hohen Druck zur Effizienzsteigerung bei Stellantis. Während die neue Modellgeneration des Pacifica erst für 2027 geplant ist, liegt die kurzfristige Priorität nun darauf, den massiven Absatzrückgang bei Alfa Romeo zu stoppen und die operativen Abläufe in der Region Nordamerika zu stabilisieren.
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